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Kinder, Foto: Beate Korehnke

Nachhaltige Entwicklung vor Ort und Lokale Agenda 21

» Förderprogramm Lokale Agenda 21
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» Stand der Lokalen Agenda 21
 

hochspringen Förderprogramm "Aktion Lokale Agenda 21 - 
           Nachhaltige Entwicklung im Land Brandenburg"

Zur Unterstützung von Initiativen für nachhaltige Entwicklung vor Ort hat das damalige Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV) gemeinsam mit dem World Wide Found (WWF) im Jahr 2001 die "Aktion Nachhaltige Entwicklung - Lokale Agenda 21 im Land Brandenburg" ins Leben gerufen. Seit 2004 wird das Förderprogramm in Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV) und der Arbeitsgemeinschaft für Natur und Umwelt Brandenburg e.V. (ANU e.V.) weitergeführt.

Das Ziel dieser Gemeinschaftsaktion ist es, Initiativen und Akteure bei der Umsetzung von Projekten zu unterstützen, die in beispielhafter Weise Belange von Umweltschutz und kommunaler Entwicklung miteinander verbinden und sich so vor Ort im Sinne der Agenda 21 engagieren. Bei diesen Projekten kann es sich um Veranstaltungen und Publikationen, aber auch um eher umsetzungsorientierte Maßnahmen handeln. Hierfür kann bei der ANU e.V. eine finanzielle Unterstützung beantragt werden. Mit vergleichsweise kleinen finanziellen Beträgen wird so in den Kleinprojekten umfangreiches bürgerschaftliches Engagement unterstützt, z.B. in dem Sachkosten finanziert werden oder eine kompetente Moderation von Agenda-Prozessen ermöglicht wird.

Auch in diesem Jahr hat das MUGV insgesamt etwa 100.000 € für die Förderung solcher Kleinprojekte zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung des Förderprogramms erfolgt durch die ANU e.V. und wir durch einen Projektbeirat gesteuert. Die Projekte können mit max. 5.000 Euro bis zu einem Fördersatz von 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden. Die Vorhaben müssen nachweislich mit der Kommune abgestimmt sein. Jährlich können etwa 20 bis 30 Projekte gefördert werden.

Die Kleinprojekte sollen darauf abzielen, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte bei der kommunalen bzw. regionalen Entwicklung miteinander zu verknüpfen. Weitere wichtige Kriterien, die in die Bewertung der Förderfähigkeit einfließen sind:

  • der Bezug zu einem übergeordneten Leitbild für die nachhaltige Entwicklung in der Kommune bzw. Region, 
  • die breite Beteiligung von engagierten Bürgern sowie eine möglichst umfassende Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen, 
  • ein dialogorientiertes Vorgehen, 
  • Ansätze zur Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Akteuren vor Ort bzw. in anderen Gemeinden und Regionen. 

Beispiele geförderter Projekte: 

  • Schülernetzwerk zur nachhaltigen Entwicklung der Havellandschaft 
  • Aktionswoche "Interkultureller Garten" 
  • Mobile Klimawerkstatt 
  • Nachhaltige Sicherung des lokalen Wasserhaushaltes 
  • Initiierung und Öffentlichkeitsarbeit für Bürgersolaranlage 

Typische Handlungsfelder für Projekte der Lokalen Agenda 21: 

  • Entwicklung von Leitbildern, 
  • Natur- und Ressourcenschutz, 
  • Klimaschutz, 
  • Regionale Wirtschaftskreisläufe, 
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung, 
  • Naturverträglicher Tourismus, 
  • Umweltverträgliche Landnutzung 

Die Aktion wird aus Lottomitteln des MUGV finanziert und von der ANU Brandenburg e.V. in Potsdam betreut. 

Kontakt:
ANU e.V., Doreen Gierke, 
Haus der Natur, Lindenstraße 34, 14467 Potsdam, 
Tel.: 0331/ 2015515, E-Mail: gierke@anu-brandenburg.de

Weitere Informationen:
weitere Informationen  Fördergrundsätze und Antragsformular
 

hochspringen Brandenburg 21 – Verein zur nachhaltigen Lokal- und Regionalentwicklung e.V. und 
           Brandenburgische Werkstatt Lokale Agenda 21

Ende 2006 gründete sich der Verein Brandenburg 21. Unter dem Dach dieses Vereins kooperieren verschiedene Initiativen und Netzwerke wie die Brandenburgische Werkstatt Lokale Agenda 21, die Aktion "Lebendige Dörfer" sowie der Regionalverbund Brandenburg zum "Tag der Regionen" mit dem gemeinsamen Ziel, eine nachhaltige Entwicklung auf lokaler und regionaler Ebene in Brandenburg zu unterstützen.

Bereits seit 1999 besteht unter dem Namen "Brandenburgische Werkstatt Lokale Agenda 21" ein Netzwerk von Agenda 21-Aktiven. Regelmäßige Treffen dienen dem Erfahrungsaustausch und behandeln aktuelle Fragen der Lokale Agenda 21-Arbeit in Brandenburger Kommunen. Arbeitsprinzip der Werkstatt ist, ihre Treffen jeweils "vor Ort" durchzuführen. Auf den Werkstatt-Treffen werden Erfahrungen bei der Organisation des Agenda-Prozesses und der Durchführung von Projekten nachhaltiger kommunaler Entwicklung vorgestellt und diskutiert sowie gemeinsame künftige Aktionen oder Projekte vorbereitet. Eine Lenkungsgruppe aus dem Kreis der Mitwirkenden bereitet die Aktivitäten der Werkstatt vor.

Das Internetportal für Nachhaltige Entwicklung und Lokale Agenda 21 in Brandenburg wurde 2010 neu gestaltet und ist jetzt unter der Adresse www.nachhaltig-in-brandenburg.de zu finden. Es ist eine wichtige Informations- und Kommunikationsplattform für alle Akteure, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Hier werden  Informationen

  • zur Gesamtsituation der Lokalen Agenda 21-Initiativen in Brandenburg, 
  • zur Tätigkeit der Brandenburgischen Werkstatt Lokale Agenda 21, 
  • über geplante bzw. durchgeführte Veranstaltungen undAktionen zum Thema "Nachhaltige Entwicklung" sowie
  • über Projekte der Lokalen Agenda 21 und weiterer lokaler Nachhaltigkeitsinitiativen

bereitgestellt.

Über die E-Mail-Adresse redaktion@nachhaltig-in-brandenburg.de  kann der Newsletter bezogen und Kontakt mit der Redaktion aufgenommen werden.

Kontakte:
weitere Informationen Verein Brandenburg 21 e.V.: 
       Vorsitzende Marion Piek,  E-Mail: brandenburg21@gmx.de  Tel.: 0163/ 1615308
weitere Informationen Brandenburgische Werkstatt Lokale Agenda 21: 
       Sprecher Dr. Gerold Fierment, E-Mail: gerold.fierment@gmx.net, Tel.: 03341/ 421701
 

hochspringen Zum Stand der Lokalen Agenda 21 in Brandenburg

Zahlreiche Kommunen in Brandenburg haben Beschlüsse zur Erarbeitung einer Lokalen Agenda 21 gefasst. Der aktuelle Stand der Lokalen Agenda 21 - Prozesse in Brandenburg sowie Links zu den Gemeinden und Landkreisen mit Agenda-Prozessen sind im Internetportal der Lokalen Agenda 21 dargestellt. 

Der Beschluss zur Erarbeitung einer Lokalen Agenda 21 ist nur der Anfang eines längeren Prozesses, der eine breite Beteiligung der Bürger erfordert. Ziel ist die Erarbeitung von Leitbildern und Strategien sowie deren Umsetzung durch konkrete Projekte. Die Kommunen in Brandenburg sind in diesem Prozess unterschiedlich weit fortgeschritten, viele stehen noch am Anfang. Die Anzahl der Beschlüsse zur Lokalen Agenda 21 gibt daher keinen Aufschluss darüber, was konkret diskutiert, welche Leitbilder beschlossen und was umgesetzt wurde. Aber sie verdeutlicht dennoch den Anspruch vieler Kommunen, eine nachhaltige Entwicklung anzustreben.

Weitere Informationen:
weitere Informationen  Internetportal Lokale Agenda 21 in Brandenburg
weitere Informationen  Kurzdarstellungen weiterer regionaler Initiativen für nachhaltige Entwicklung


02.09.2010

Kontakt:
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Abteilung Umwelt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Referat 55, Sabine Schneider, Tel.: 0331/ 866 -7037, Fax: 0331/ 866 -7061, E-Mail: Sabine.Schneider@MUGV.Brandenburg.de