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Windpark Uckermark (Foto: MUGV-Archiv; Dietmar Horn)

Erneuerbare Energien

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Das Land Brandenburg baut die erneuerbaren Energieträger weiter aus

Das Land setzt auf eine innovative Energie- und Klimaschutzpolitik, die sich an Energieeffizienz und Energieeinsparung orientiert, aber auch schwerpunktmäßig auf erneuerbare Energien abzielt. Dies trägt zur Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase, der Schonung der natürlichen Ressourcen und zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes und der Importunabhängigkeit bei.

Ein Ziel der brandenburgischen Energie- und Klimaschutzpolitik ist der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien. Derzeit  werden mit dem bisher erreichten Ausbaustand jährlich über 10 Mio. Tonnen Kohlendioxid gegenüber herkömmlicher Erzeugung vermieden. Ein weiterer nicht unerheblicher Aspekt beim Ausbau der erneuerbaren Energien ist der Erhalt und der Ausbau von zukunftsorientierten Arbeitsplätzen und regionaler Wertschöpfung zu sehen.

Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergiebedarf 20 Prozent (Ziel:120 PJ bzw. 33,3 TWh) betragen. Bereits 2010 wurden im Land allein durch die EE-Anlagen rund 10 TWh Strom erzeugt. Darüber hinaus werden große Strommengen (ca. 2 TWh) auch durch die Mitverbrennung von Biomassen in konventionellen Anlagen produziert. Zum Vergleich: Im Mittel der letzten fünf Jahre liegt der Stromverbrauch von Industrie, Gewerbe, Dienstleistung und den Haushalten bei ca. 14,5 TWh.

Einen Spitzenplatz innerhalb der erneuerbaren Energien hat in Brandenburg die Windkraftnutzung mit 7,5 TWh in 2010. Diese soll bis 2020 auf insgesamt 55 PJ bzw. 15,3 TWh ausgebaut werden. Von den rund 20.000 Arbeitsplätzen in der Energiewirtschaft entfallen über 5.750 Arbeitsplätze auf die verschiedenen Betriebe im Bereich der erneuerbare Energien (inkl. Zulieferer u. ä.). Mittlerweile arbeiten im Bereich Erneuerbare Energien mehr Menschen als in der Braunkohleverstromung innerhalb Brandenburgs.

Umrechnungen
 
1 TWh = 1.000 GWh
3,6 PJ = 1.000 GWh
1 GWh = 1 Mio. kWh
 
Erläuterungen
 
PJ     - Petajoule
TWh  - Terawattstunde
GWh - Gigawattstunde
kWh  - Kilowattstunde

Ein weiterer Umweltwachstumsmarkt ist für Brandenburg die Solarindustrie. In der Fertigung von Solarmodulen und -anlagen sind mittlerweile 1.400 Arbeitsplätze entstanden. Hinzu kommen ca. 500 weitere Arbeitsplätze im Bereich Handwerk und Großhandel. Die solare Stromerzeugung soll bis 2020 auf über 10 PJ bzw. 2,75 TWh ausgebaut werden, CO2-freien Strom erzeugen und für regionale Wertschöpfung sorgen. 2010 war der Leistungszubau bei der Photovoltaik größer als bei der Windkraft. Dies liegt an den entstehen Freiflächenanlagen, die nicht nur effektiver sind als Dachanlagen, sondern auch wesentlich zur Preisreduzierung von PV-Modulen beitragen.

Brandenburg setzt beim Ausbau der Erneuerbaren Energien mit seiner Biomassestrategie auf eine umweltverträgliche und nachhaltige Biomassenutzung. Die Bereitstellung von Strom, Wärme und Kraftstoffen aus biogenen Stoffen hat die strategische Zielmarke (49 PJ für das Jahr 2020) bereits durch den Anstieg der Mitverbrennung von Biomasse in konventionellen Kraftwerken und der zunehmenden Verarbeitung in Raffinerien erreicht. Die weitere Entwicklung soll sich nicht auf den quantitativen Ausbau von Bioenergieanlagen beschränken, sondern zunehmend durch Effizienzsteigerung und den verstärkten Einsatz von biogenen Reststoffen gekennzeichnet sein. Dabei stehen die Stichworte Kraft-Wärme-Kopplung, Einspeisung von Biomethan in das Erdgasnetz, Nutzung des Potenzials an Wirtschaftsdüngern, Mehrfachnutzung von Biomasse und Bioraffinerien exemplarisch für die Schwerpunkte der weiteren Entwicklung.

Die größten Anreize für den Ausbau der erneuerbaren Energien geben das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und entsprechende Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene. Die im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgeschrieben, degressiven Vergütungssätze schaffen nicht nur langfristige Planungssicherheit für Investitionen in stromerzeugenden Anlagen, sondern begünstigen ebenso die Steigerung der Energieeffizienz und die Entwicklung innovativer Technologien. Ein vergleichbares Instrument für Wärmeerzeugung wurde mit dem Erneuerbaren-Energien-Wärme-Gesetz geschaffen (EEWärmeG).

Daneben werden in der Regional- und Landesplanung sowie in der interministeriellen Arbeitsgruppe zur Umsetzung der Energie- und Klimaschutzstrategie Maßnahmen, Initiativen und Konzepte für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien entwickelt.

Begleitet werden die Aktivitäten im Land u. a. durch die "Brandenburgische Energie Initiative - ETI", die "ZukunftsAgentur Brandenburg - ZAB", die Regionalen Planungsstellen und die regionale Bioenergieberatung. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Initiativen auf lokaler und privater Ebene, die sich engagiert für den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen.

Weitere Informationen:
weitere Informationen  FAQ Erneuerbare Energien
weitere Informationen  Ausbaustand Erneuerbar Energien
weitere Informationen  Ausbauziel Erneuerbarer Energien
weitere Informationen  Biomassestrategie
weitere Informationen  Vergütungssätze
weitere Informationen  Förderprogramme
weitere Informationen  Brandenburgische Energie Initiative - ETI
weitere Informationen  ZukunftsAgentur Brandenburg - Bereich Energie
weitere Informationen  Regionalplanung Berlin-Brandenburg - RPG
weitere Informationen  Bioenergieberatung – FNR
weitere Informationen  Agentur für Erneuerbare Energien


24.05.2011

Kontakt:
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Abteilung Umwelt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Referat 53, Dr. Volker Scheps, Tel.: 0331/ 866 -7855, E-Mail: Volker.Scheps@MUGV.Brandenburg.de
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Abteilung Technischer Umweltschutz, Referat T2 - Klimaschutz, Umweltbeobachtung u. -ökotoxikologie, Carsten Linke, Tel.: 033201/ 442 -322, E-Mail: Carsten.Linke@LUGV.Brandenburg.de