Elbe
| Steckbrief: | ||
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| Länge: | 1.091 km gesamt, davon in Brandenburg 71 km | |
| Einzugsgebiet: | ca. 148 000 km2 gesamt, davon in Brandenburg ca. 23 000 km2 | |
| Gewässertyp: | Gewässer I. Ordnung (Bundeswasserstraße)
Die Bedeutung der Elbe für die Schifffahrt ist im Land Brandenburg hoch, für den Natur und Landschaftsschutz sehr hoch. Die Elbe wird nicht für die Trinkwasser-, Energiegewinnung oder landwirtschaftliche Bewässerung genutzt. Die Belastung durch kommunale und industrielle Abwässer ist gering. |
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| Gewässergüte: | Güteklasse II-III (kritisch belastet) | |
Als einer der größten Ströme Mitteleuropas bestimmt die Elbe in weiten Teilen Deutschlands die Landschaft. Trotz teilweiser Begradigung und Eindeichung von ca. 80 Prozent der ehemaligen Überschwemmungsgebiete zählt sie zu den wenigen Flüssen, deren Ökosysteme sich noch weitgehend selbst regulieren und deren typischer Wechsel von Hoch- und Niedrigwasser erhalten ist. Sie bildet für viele Pflanzen- und Tierarten, unter anderem für Elbe-Biber
und Fischotter, ein Ausbreitungsachse und nimmt im europäischen Vogelzugsystem eine herausragende
Stellung als Orientierungslinie und Rastbiotop ein.
Der Anteil des Landes Brandenburg am Flussgebiet der Elbe ist zwar flächenmäßig gering, dafür aber ökologisch besonders hochwertig. Neben Überschwemmungsflächen, Bracks, Flutrinnen, Sandbänken und Stränden stellen Auwaldreste, Seggenriede und Qualmwasserbereiche wertvolle Lebensräume dar. Auch die unterhalb von Wittenberge gelegenen Binnendünen bei Klein Schmölen sind hervorzuheben, die zahlreiche gefährdete Pflanzenarten sowie Heuschrecken-, Schmetterlings- und andere Insektenpopulationen beherbergen. Weil diese Lebensräume äußerst sensibel und schutzbedürftig sind, wurden weite Teile der Stromlandschaft in das 54 000 Hektar umfassende Biosphärenreservat "Flusslandschaft Elbe - Brandenburg" integriert.
Die Elbe ist durch häufig auftretende Hochwasser gekennzeichnet. Derartige Ereignisse haben in den 80er Jahren gezeigt, dass die vorhandenen Deiche nicht mehr ausreichend sind. Deshalb wurde der mit den Elbe-Anrainern abgestimmte Ausbau forciert und ein Generalplan "Hochwasserschutz Elbe im Landkreis Prignitz" erarbeitet. Neben der Verbreiterung und Erhöhung der Deiche soll an einem 7 Kilometer langen Abschnitt der bisher flussnahe Deich bis zu 500 Meter weiter landeinwärts rückverlegt werden. Damit könnten die Voraussetzungen für das Wiederentstehen einer Auenlandschaft auf einer über 300 Hektar großen Fläche geschaffen werden.
Um die Elbtalaue für Erholungssuchende besser zu erschließen, werden Deichstrecken auch in das brandenburgische Radwanderwegenetz einbezogen.
Die Wassergüte der Elbe war Jahrzehnte hindurch sehr schlecht. Die Folge war unter anderem eine nur noch gering entfaltete gewässersohlennahe Fauna und ein Artenverlust, auch in den Nebenarmen. Durch nationale und internationale Anstrengungen konnte die Wassergüte der Elbe inzwischen gehoben werden.
Ohne Zweifel ist die Elbe einer der wenigen europäischen Ströme, der die Bezeichnung Fluss noch verdient. Deshalb sollte die einmalige Chance genutzt werden, das charakteristische und außerordentlich reichhaltige Stromökosystem in seiner Gesamtheit zu schützen und soweit erforderlich und möglich zu regenerieren. Die praktizierte enge nationale und internationale Zusammenarbeit bietet dafür gute Voraussetzungen.
16.08.2004
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Abteilung Wasser- und Bodenschutz, Referat 61, Kathrin Kulze, Tel.: 0331 / 866-7337, E-Mail: Kathrin.Kulze@MUGV.Brandenburg.de


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