Strahlenschutz / Umweltradioaktivität
Alle uns umgebenden Stoffe enthalten zumindest in Spuren Radioaktivität.
Neben den bekannten natürlich radioaktiven Stoffen (z.B. Uran und Thorium)
gibt es eine Vielzahl weiterer, erst durch Kernspaltung erzeugbare radioaktiver
Stoffe. Viele dieser künstlichen Radionuklide, z.B. Cäsium-137 sind auf
verschiedenen Wegen in die Umwelt gelangt. Bekannt sind die Folgen der
Reaktorkatastrophe in Tschernobyl im Jahr 1986, aber auch schon vorher
haben Kernwaffenversuche in der Atmosphäre weltweit große Mengen an
Radioaktivität verteilt. Schließlich emittieren auch die kerntechnischen
Anlagen im normalen Betrieb geringe, aber messbare Mengen an künstlicher
Radioaktivität.
Diese natürlichen und künstlichen radioaktiven Stoffe sind Gegenstand der
Umweltüberwachung des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV).
Die Umweltradioaktivität in Brandenburg wird in einem Messprogramm auf Grundlage des Strahlenschutzvorsorgegesetzes (StrVG) laufend überwacht. Verantwortlich für Messungen sind die Landesmessstellen des Fachbereiches Fb IV-1 im Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB).
Bundesweite automatische Messnetze z.B. für den Gammastrahlungspegel und
die Radioaktivität in der Luft werden u. a. vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betrieben.
Aktuelle Messdaten finden Sie im Informationsangebot des Bundesumweltministeriums (BMU).
Weitere Messergebnisse und Erläuterungen sind im Bericht: "Umweltradioaktivität in Brandenburg 2001-2002" veröffentlicht.
Download:
Bericht: "Umweltradioaktivität in Brandenburg 2001-2002"
Pilze und Strahlenbelastung
Radioaktivität in Waldpilzen und die dadurch bedingte Strahlenbelastung des
Verbrauchers sind auch 23 Jahre nach der Tschernobylkatastrophe immer noch ein
Thema. Davon zeugen regelmäßige Anfragen aus der Bevölkerung und den Medien,
vor allem während der Pilzsaison.
Ein Faltblatt gibt Auskunft darüber, welche Pilzarten besonders viel
Radioaktivität enthalten und welche weniger. Eine Gegenüberstellung der
Strahlenbelastung durch Pilzverzehr und der natürlichen Strahlenbelastung aus
der Umwelt macht deutlich: Wer "Marone, Pfifferling und Co." aus
Brandenburg in üblichen Mengen sammelt und verzehrt, braucht sich deswegen
keine Sorgen um seine Gesundheit zu machen. Für Handelsware, die überwiegend
aus dem Ausland stammt, gibt es ein lückenloses System amtlicher Kontrollen.
Download:
Faltblatt "Pilze und Strahlenbelastung"

Weitere Informationen:
Grafische Übersichten der Überwachungsergebnisse ausgewählter Medien
Aktuelle Messdaten in Tabellenform
25.01.2011
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Abteilung Verbraucherschutz, Referat V 5 - Strahlenschutz, Michael Hahn, Tel.: 0335/560-3127, Fax: 0335/560-3139, E-Mail: Michael.Hahn@LUGV.Brandenburg.de


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