Strahlenschutz - Umweltdaten / Böden
Der Boden ist das zentrale Medium aller landwirtschaftlichen Produktion. Die im Boden enthaltenen Stoffe können, z.T. über Zwischenstufen, auch in unsere Nahrung gelangen. Die in Böden enthaltene Radioaktivität stammt überwiegend aus natürlichen Quellen: Neben Kalium-40 sind auch Radionuklide aus der Uran-Radium-Zerfallsreihe, z.B. Blei-214 (Pb-214), sowie aus der Thorium-Zerfallsreihe, z.B. Blei-212 (Pb-212), nachweisbar.
Künstliche Radioaktivität wurde in die Böden im Wesentlichen aus zwei Quellen eingetragen:
- Fallout der oberirdischen Kernwaffenversuche:
über mehrere Jahre andauernd; Höhepunkt Anfang der 60er Jahre - Tschernobylunfall Mai 1986: Innerhalb weniger Tage
Die Aktivität des Kernwaffenfallout ist heute noch in Form der
langlebigen Nuklide Sr-90 und Cs-137 (je etwa 30 Jahre Halbwertzeit) nachweisbar. Ihre
flächenhafte Verteilung hängt vor allem von der mittleren Niederschlagsmenge ab und kann
für das Brandenburger Gebiet deshalb als annähernd gleichmäßig angenommen werden.
Anders beim Eintrag aus Tschernobyl: Die Aktivitätsverteilung über die Fläche
ist hier durchaus inhomogen. Das hat seinen Grund in der lokal unterschiedlichen
Wettersituation während des Durchzugs der radioaktiven Wolken; Regen führte zu erhöhten
Ablagerungen.
Die Grafiken (bitte die Miniaturbilder anklicken) zeigen die Messwerte für ausgewählte Grünlandstandorte in Bequerel je Kilogramm bezogen auf Trockenmasse.
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Gesamtübersicht der Diagramme
24.05.2011
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Abteilung Verbraucherschutz, Referat V 5 - Strahlenschutz, Michael Hahn, Tel.: 0335/560-3127, Fax: 0335/560-3139, E-Mail: Michael.Hahn@LUGV.Brandenburg.de



























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