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Logo und Schriftzug Stiftung Naturlandschaften

Stiftung "Naturlandschaften Brandenburg"

Die privatrechtliche Stiftung "Naturlandschaften Brandenburg" wurde am 16. Mai 2000 von öffentlichen und privaten Organisationen gegründet. Zu den Unterzeichnern der Gründungsurkunde gehören das Land Brandenburg, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, der Naturschutzbund Deutschland, die WWF-Umweltstiftung Deutschland sowie der Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung und eine Privatperson.

Auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen unweit von Berlin, die seit 1992 aus der Nutzung genommen wurden, konnte sich in jahrzehntelanger Abgeschiedenheit eine für Mitteleuropa einmalige und ursprüngliche Naturlandschaft entwickeln. Diese Landstriche bieten seltenen Pflanzen und Tieren einmalige Rückzugsmöglichkeiten. Weitgehend ungestört von wirtschaftlichen Eingriffen konnten sich auf weiten Flächen Feuchtwiesen und Moore, Heide-, Dünenlandschaften und Wälder behaupten und entwickeln.

Erklärtes Ziel der Stiftung ist es, der Natur ihre Dynamik zu lassen und dies erlebbar zu machen. Im Mittelpunkt steht die Landschaft mit ihrer natürlichen Entwicklung, ohne planendes und regelndes Eingreifen des Menschen. Flächen, die anderswo urbar gemacht wurden, sollen sich hier aus eigener Kraft selbst renaturieren.

Einer der größten ehemaligen Truppenübungsplätze befindet sich westlich von Jüterbog, ein zweiter in Lieberose bei Cottbus. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg möchte den Erhalt dieser Flächen sicherstellen und sie für Besucher erfahrbar machen. Bisher konnte die Stiftung rund 11.8000 Hektar erwerben..

Um Besuchern den Zugang zu ermöglichen, werden verschiedene Wanderwege und Aussichtspunkte angelegt. Das 22 Kilometer lange Wanderwegenetz Pechüle-Frankenfelde ist bereits fertiggestellt, weitere sollen folgen. Abseits der touristischen Erschließung sollen in den Kernzonen der ehemaligen Schießplätze die größten zusammenhängenden Naturentwicklungsflächen des Landes Brandenburg mit 4.000 Hektar in Forst Zinna-Keilberg und 3.000 Hektar in der Lieberoser Endmoräne entstehen.

Die Stiftung "Naturlandschaften Brandenburg" arbeitet seit 2007 an einem groß angelegten Biotopverbundprojekt: "Ökologischer Korridor Südbrandenburg". Auf mehr als 10.000 Quadratkilometer Fläche sollen wertvolle Naturräume in Südbrandenburg miteinander vernetzt werden, um großräumige Wanderungen von Arten wie Rothirsch, Fischotter und Biber zu ermöglichen.

Daneben unterstützt die Stiftung "Naturlandschaften Brandenburg" Maßnahmen, die der Förderung des Naturbewusstseins dienen und Einrichtungen, die der Entwicklung von Konversionsflächen zu Schutzgebieten helfen. Nicht zuletzt sollen Forschungsvorhaben und Projekte gefördert werden, welche die Erhaltung ebenso wie die natürliche Entwicklung der Flächen zum Gegenstand haben, womit sie zugleich dem Zweck der Stiftung dienen.

Weitere Informationen
weitere Informationen  Stiftung "Naturlandschaften Brandenburg"
weitere Informationen  Ökologischer Korridor Südbrandenburg
weitere Informationen  Zoologische Gesellschaft Frankfurt
weitere Informationen  Naturschutzbund Deutschland
weitere Informationen  WWF-Umweltstiftung Deutschland
weitere Informationen  Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung


18.05.2009

Kontakt:
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Abteilung Naturschutz, Referat 41, Thomas Gaul, Tel.: 0331/ 866 - 7596, E-Mail: Thomas.Gaul@MUGV.Brandenburg.de