Hinweis: brandenburg.de hat seine Internet-Seiten auf barrierefreien Zugriff optimiert und verwendet deshalb standardisiertes CSS (Stylesheets). Sollte Ihr Browser dieses nicht korrekt anzeigen, unterstützt er nicht die üblichen Webstandards. Weitere Informationen finden Sie hier.
Logo "ein schatz" 20 Jahre Nationalparkprogramm

20 Jahre Nationalparkprogramm 2010

weitere Informationen  Pressemitteilung "Nachhaltiges Erbe, lebendiges Denkmal:
        Nationalparkprogramm feiert 20. Jahrestag in Chorin"
weitere Informationen  Veranstaltungen der Nationale Naturlandschaften

Sie sind ein Schatz für Mensch und Natur - die 15 Nationalen Naturlandschaften von Brandenburg.

Vor 20 Jahren setzten die Geburtswehen des folgenträchtigen Nationalparkprogramms für den Osten Deutschlands ein.

Am 16. März 1990 sichert der damalige DDR-Ministerrat einstweilig 23 große Schutzgebiete. In seiner letzten Sitzung am 12. September 1990 stellte die Regierung 14 Naturlandschaften, darunter drei brandenburgische - die Biosphärenreservate Spreewald und Schorfheide-Chorin sowie den Naturpark Märkische Schweiz -, endgültig unter Schutz.

Heute gibt es in Brandenburg 15 Großschutzgebiete auf einem Drittel der Landesfläche - mit dem Auftrag, nachhaltig für gesunde Lebensgrundlagen und -qualität zu sorgen.

Im Jahr 1990 nutzten engagierte Naturschützer im Osten Deutschlands die Aufbruchstimmung der friedlichen Revolution, eine lang gehegte Idee Realität werden zu lassen: Die Sicherung großer, weitgehend unzerschnittener artenreicher Naturräume. Fünf Nationalparks, sechs Biosphärenreservate und drei Naturparks wurden am 12. September 1990 mit dem Nationalparkprogramm der DDR unter Schutz gestellt.

Steinkäuzchen (Foto: Dietmar Nill)Mit den Biosphärenreservaten Schorfheide-Chorin, dem Spreewald und dem Naturpark Märkische Schweiz hat das junge Land Brandenburg teil an diesem Schatz und mehrt ihn: Zehn weitere Naturparks, das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg und der Nationalpark Unteres Odertal bereichern das "Tafelsilber der Deutschen Einheit".

Auf rund einem Drittel der Landesfläche repräsentieren diese 15 Naturlandschaften alle Lebensräume und Landschaften der Mark. Sie schützen mit Adler und Weißstorch, Fischotter und Co. einen großen Reichtum an Arten und Lebensräumen. Die Naturparks, Biosphärenreservate und der Nationalpark Unteres Odertal gehen einen neuen Weg, diese biologische Vielfalt zu bewahren. Sie setzen auf ökologische Landnutzung, die den Naturschutz einschließt und den Menschen Lebensqualität gibt. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern treiben sie die nachhaltige Entwicklung ihrer Regionen voran und sind damit als Modellregionen für nachhaltiges Leben und Wirtschaften auf der Höhe der Zeit.

Nirgendwo sonst in Deutschland wird beispielsweise soviel Ökolandbau betrieben wie hier. Die Hälfte der Ökoanbauflächen Brandenburgs befindet sich in den Großschutzgebieten, 16 Prozent der Betriebe produzieren "Bio", 11 Prozent mehr als im übrigen Land und fast doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt.

Mohnfeld und Gewässer mit Schwänen und Kühen (Foto: A. Matthews)Auch beim Umgang mit Altlasten leisten die Naturlandschaften Beispielhaftes. So wird derzeit im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft naturschutzgerechtes und tragfähiges Wirtschaften auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz erprobt: Dabei spüren speziell ausgestattete Quads Altmunition auf. Durch die Vermarktung von Produkten aus der Heidepflege, z. B. in der Biofilterindustrie werden die Pflegeaufwendungen zumindest teilweise gegenfinanziert.

Nicht zuletzt engagieren sich die Naturlandschaften für einen naturschonenden Tourismus, der die schönsten märkischen Landschaften und ihre Artenvielfalt vielen Menschen erschließt und ihnen so das Brandenburger "Tafelsilber" nahe bringt.



13.09.2010

Kontakt:
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Abteilung Service, Referat S5 - Umweltinformation, Öffentlichkeitsarbeit, Landeslehrstätte Lebus, Doris Lorenz, Tel.: 033201/ 442 -627, E-Mail: Doris.Lorenz@LUGV.Brandenburg.de