
Naturpark Nuthe-Nieplitz - Natur & Landschaft
Pflanzen
Pflanzen feuchter Standorte
Der geschützte Fieberklee (Menyanthes trifoliata) ist neben den viel bekannteren Orchideen eine Art, die nur auf nassen moorigen Wiesen gedeiht. Sein Name leitet sich von den kleeförmigen Blättern und der fiebersenkenden Wirkung ab. Seine Standorte in den ehemals typisch moorigen Niederungen der Nuthe und Nieplitz kommen nach Jahrhunderte währender Entwässerung nur noch kleinflächig vor und werden fast nur noch über die Landschaftspflege per Hand gemäht und beräumt.
Jedem Gartenliebhaber als Herbstkrokus bekannt, wächst die Herbstzeitlose
(Colchium autumnale) im Naturpark heutzutage nur noch auf zwei feuchten ungedüngten
Wiesenstandorten. Die Herbstzeitlose treibt von August bis Oktober ihre
rosafarbene bis hell violette Blüte aus der Erde.
Die
Salzbunge (Samolus valerandi) ist ein seltener, sehr unscheinbarer
Vertreter salzliebender Pflanzen. Salzwiesen finden sich dort, wo Grundwasser
den Oberboden mit Wasser aus salzhaltigen Schichten tränkt. Salzvorkommen
wurden bereits im 16. und 17. Jahrhundert zur Salzgewinnung genutzt, das Dorf
Salzbrunn verdankt dieser Besonderheit seinen Namen.
Der Wilde Sellerie (Apium graveolens), hat auf den Gröbener Salzwiesen einer
seiner letzten Vorkommen in Brandenburg. Viele Salzpflanzen sind heute
geschützt, sogar im europäischen Maßstab.
Weitere Informationen:
www.mluv.brandenburg.de/info/salzstellen
19.06.2007
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Beelitzer Str. 24, 14947 Nuthe-Urstromtal, OT Dobbrikow, Referat GR 6 Naturpark Nuthe-Nieplitz, Hubertus Meckelmann, Tel.: 033732/ 5060, E-Mail: np-nuthe-nieplitz@lugv.brandenburg.de


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