
Naturpark Stechlin-Ruppiner Land - Natur & Landschaft
Schutzgebiete
NSG Stechlin
NSG Wumm- und Twernsee
NSG Kunsterspring
NSG Ruppiner Schweiz

NSG Himmelreichsee
NSG Gramzowseen
(im Verfahren)
NSG Schwarzer See
NSG Rheinsberger Rhin und
Hellberge (im Verfahren)
NSG Weitere Informationen
Derzeit sind 97 Prozent der Naturparkfläche als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen. Zukünftig sollen 14 Prozent als Naturschutzgebiete unter Schutz gestellt werden.
Landschaftsschutzgebiete (LSG)
Die historisch gewachsene Kulturlandschaft des Naturparks wird in 2 Landschaftsschutzgebieten geschützt.19.849 ha des 45.635 ha großen LSG Fürstenberger Wald- und Seengebiet liegen im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land. Das vollständig im Naturpark liegende LSG Ruppiner Wald- und Seengebiet hat eine Größe von 48.202 ha.
Naturschutzgebiete (NSG)

Das mit 8.671 Hektar zweitgrößte Naturschutzgebiet Brandenburgs liegt in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel.
Der Stechlinsee ist als einer der letzten kalk-oligotrophen Klarwasserseen
der norddeutschen Tiefebene mit Beständen von Armleuchteralgen (Characeen)
ein Gewässer von internationaler Bedeutung. In seiner unmittelbaren Umgebung
befinden sich zehn weitere Klarwasserseen, darunter der Nehmitzsee, der
Peetschsee und der Große Kruckowsee. Zum Naturschutzgebiet gehören naturnahe,
bis 250 Jahre alte Laubwälder, u.a. Buchen-Traubeneichenmischwälder und
Waldmeisterbuchenwälder mit zahlreichen intakten Mooren. Die Stechlinseeregion
beherbergt eine große Zahl vom Aussterben bedrohter Arten und ist Rast- und
Überwinterungsgebiet für viele Wasservögel.
Weitere Informationen
NSG Wumm- und Twernsee
Das 514 ha große Schutzgebiet liegt in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Mecklenburg-Strelitz.
Zum NSG gehören der Kleine und Große Wummsee, der Twernsee und die umgebenden bewaldeten Uferhänge. Ziel des Schutzgebiets ist der Erhalt einer Klarwasserbiozönose mit reicher Muschel-Fauna als wissenschaftliches Vergleichsobjekt zur limnologischen Forschung am Stechlinsee. Störungsfreie Lebensräume vom Aussterben bedrohter Arten sollen geschützt und naturnahe Traubeneichen-Buchenwälder erhalten bzw. wiederhergestellt werden.
NSG Kunsterspring
Das 99,43 ha große Schutzgebiet liegt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.
Die Kunster durchschneidet die Sanderflächen in einem bis zu 25 m tiefen Kerbtal. Sie wird von zahlreichen, im Bachtal liegenden helo- und limnokrenen Quellen gespeist. Die Waldvegetation des Gebiets wird vom Traubeneichen-Buchenwald dominiert, kleinflächig kommt auch Perlgras-Buchenwald vor. An den Quellstandorten ist der Bitterschaumkraut-Erlenwald zu finden. Die Steilhänge der kühlen und luftfeuchten Schluchten sowie die Bachränder sind Sonderstandorte für Moos- und Farngesellschaften. Die eigentlichen Verbreitungsschwerpunkte dieser Pflanzengesellschaften liegen im subozeanisch-montanen Bereich Europas.
NSG Ruppiner Schweiz
Das 94,84 ha große Schutzgebiet liegt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.
Das Naturschutzgebiet liegt inmitten der ausgedehnten Wald- und Hügellandschaft der Wittstock-Ruppiner Heide und repräsentiert die für diesen Naturraum charakteristischen Buchen-Traubeneichenwälder in naturnaher Form. Mit dem Kalk- und dem Tornowsee beginnt die Ruppiner Seenkette. Beide Seen sind durch das schluchten- und quellreiche Kerbtal des Binenbaches verbunden, der eine Höhendifferenz von über 15 m auf etwas mehr als einem Kilometer überwindet. Wegen der naturnahen Waldgesellschaften ist die Vogelwelt ähnlich vielfältig ausgeprägt wie im NSG Stechlin. Der pflanzengeografische Übergangscharakter des Eichen-Buchenwaldes und des Waldmeister-Buchenwaldes soll erhalten bzw. wiederhergestellt werden. Stellenweise, insbesondere im nördlichen Teilgebiet, existieren noch 300 bis 400 jährige Traubeneichen.
NSG Himmelreichsee
Das 7,14 ha große Schutzgebiet liegt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.
Das NSG Himmelreichsee umfasst einen relativ ungestörten oligotrophen Kesselmoorkomplex mit einem kleinen Restsee. Es ist in einen Talsandstreifen des südlichen Neustrelitzer Kleinseenlandes eingesenkt. Das kleine Reservat bietet selten gewordenen Schwingrasen- und Sumpfporst-Kiefermoorwaldgesellschaften mit der zugehörigen Tierwelt Lebensraum.
NSG Gramzowseen (im Verfahren)
Das 621,48 ha große Schutzgebiet liegt im Landkreis Oberhavel.
Das NSG wird geprägt von einer 30 bis 400 m breiten Schmelzwasserrinne des naturnahen Pölzer Fließes mit dem Großen und Kleinen Gramzowsee, dem Kleinen Wentowsee und einer Vielzahl von Kesselmooren. Am Ostufer des Großen Gramzowsees befinden sich 200-jährige Buchen-Traubeneichenbestände mit zahlreichen Frühjahrsblühern. Das Gebiet ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von gefährdeten Biotopen. Dazu gehören Kalkbinsenwiesen und naturnahe Fließgewässer die Lebensraum vieler vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten sind.
NSG Schwarzer See
Das 28 ha große Schutzgebiet liegt im Landkreis Oberhavel.
Der Schwarze See ist ein nährstoffarmer Kesselmoorsee an der Landesgrenze zu Mecklenburg Vorpommern. Das Gebiet ist gekennzeichnet durch einen dystrophen See, Moorwälder, Übergangs- und Schwingrasenmoore sowie Torfschlenken mit einer sehr reichen Libellenfauna.
NSG Rheinsberger Rhin und Hellberge (im Verfahren)
Das 981 ha große Schutzgebiet liegt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.
Kennzeichnend für das NSG sind der naturnahe Rheinsberger Rhin mit seinen Zuflüssen Kleiner Rhin und Döllnitz, der Kleine und der Große Bussesee und die Zechower Berge. Der Rheinsberger Rhin fließt mit starkem Gefälle und vielen Mäandern von Rheinsberg in Richtung Zippelsförde. Mit seinen naturnahen Ufern, Bruchwäldern, Feuchtwiesen und Röhrichtbeständen bietet er vielen vom Aussterben bedrohter Arten Nahrungs- und Lebensraum.
Weitere Informationen
Die Schutzgebietsverordnungen finden Sie im Volltext unter dem Namen des jeweiligen Schutzgebiets auf der Homepage des Justizministeriums.
Aktuelle Karten der Schutzgebiete finden sie beim Kartendienst unter LUIS BB.
08.06.2007
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Am Friedensplatz 9, 16775 Stechlin OT Menz, Referat GR 1 Naturpark Stechlin-Ruppiner Land, Gudrun Quietzsch, Tel.: 03 30 82 / 407 - 0, Fax: 03 30 82 / 407-15, E-Mail: NP-Stechlin-Ruppiner-Land@LUGV.Brandenburg.de


Seite drucken