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Naturpark Stechlin-Ruppiner Land - Regionalentwicklung

Forstwirtschaft

weitere Informationen  Wald im Wandel
weitere Informationen  Methusalemprojekt
weitere Informationen  Ämter für Forstwirtschaft

In den Wäldern des Naturparks ist die Kiefer heute die dominierende Baumart. Große Flächenanteile befinden sich jedoch schon in Mischung mit anderen Baumarten. Die bedeutendsten Mischbaumarten sind Eiche und Rotbuche. Im Vergleich mit anderen Gebieten Brandenburgs sind die bewaldeten Regionen des Naturparks relativ strukturreich und besitzen einen hohen Erholungswert. Ungefähr 20 Prozent der Wälder sind Laubmischwälder. Neben den zahlreichen Erlenbrüchen gibt es auch naturnahe Buchen- und Buchen–Eichenwälder.

hochspringen Wald im Wandel Buchenmischwald (Foto: NP Stechlin-Ruppiner Land)
Hauptaufgabe naturgemäßer Waldwirtschaft ist nicht nur die Bewahrung und Bewirtschaftung der Waldflächen. Der Naturschutz und die Nutzung des Waldes zur Erholung treten immer mehr in den Vordergrund. Langfristig soll der Anteil von Kieferreinbeständen auf weniger als ein Drittel verringert und in naturnahe standortgerecht Laub- und Mischwälder mit heimischen Baumarten umgewandelt werden. Die für zahlreiche Organismen lebenswichtigen Alt- und Höhlenbäume und stehendes Totholz werden im Wald erhalten. Eine ökologische Waldbewirtschaftung sichert Arten und Lebensräume und erlaubt gleichzeitig die Nutzung des Rohstoffes Holz. Wissenschaft und Forst erarbeiten gemeinsam Vorschläge für eine naturnahe Waldwirtschaft.

Kiefernforst am Wittwesee (Foto: NP Stechlin-Ruppiner Land) hochspringen Methusalemprojekt
Im Rahmen der Kartierung von Bäumen mit naturschutzfachlich wichtigen Strukturen durch das EU-Life-Projekt Stechlin wurde in Zusammenarbeit mit der Oberförsterei Menz das Methusalemprojekt entwickelt. Heute werden im gesamten Landeswald mindestens 5 Strukturbäume/Hektar markiert. Diese Bäume werden nicht gefällt und dienen vor allem für das Ökosystem Wald wichtigen Arten, die Totholz oder sterbende Bäume bewohnen, wie etwa dem europaweit besonders geschützten Eremiten (einer Käferart), als Lebensraum.

Im Privatwald wird der Waldumbau durch die Förderprogramme des Landes unterstützt.

hochspringen Ämter für Forstwirtschaft
Für Beratung, Betreuung und die Bewirtschaftung des landeseigenen Waldes sind im Naturpark die Ämter für Forstwirtschaft (ÄfF) zuständig. Der nördliche Teil des Naturparks gehört zum Hoheitsbereich des Amts für Forstwirtschaft Templin (Außenstelle Fürstenberg) mit den Oberförstereien Steinförde, Menz und Zechlinerhütte. Der Süden des Gebiets fällt in den Zuständigkeitsbereich des Amts für Forstwirtschaft Alt Ruppin mit den Oberförstereien Zippelsförde, Lindow, Frankendorf, Neuglienicke und Alt Ruppin. Ämter für Forstwirtschaft.


11.06.2007

Kontakt:
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Am Friedensplatz 9, 16775 Stechlin OT Menz, Referat GR 1 Naturpark Stechlin-Ruppiner Land, Gudrun Quietzsch, Tel.: 03 30 82 / 407 - 0, Fax: 03 30 82 / 407-15, E-Mail: NP-Stechlin-Ruppiner-Land@LUGV.Brandenburg.de