
Naturpark Stechlin-Ruppiner Land - Regionalentwicklung
Landwirtschaft
Vertragsnaturschutz
Ökologische Landwirtschaft
Kooperationen
Bioland Ranch Zempow
Im Naturpark wird seit Generationen traditionell Landwirtschaft betrieben. Die verschiedenen Bewirtschaftungsformen sind Grundlage für den Erhalt und die Pflege einer reich strukturierten harmonischen Kulturlandschaft. Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Nutzung ist der Mehrfruchtanbau sowie die Tierproduktion. Die landwirtschaftlichen Flächen konzentrieren sich rund um die Gemeinden Krangen, Braunsberg, Zühlen, Linow, Zempow, Zernikow und Großwoltersdorf.
Eine geringe Bodenqualität und vergleichsweise niedrigere Niederschlagsmengen auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen verlangen von den Landwirten im Naturpark ein verantwortungsbewusstes Gespür bei der Bewirtschaftung.
Vertragsnaturschutz
Ein wichtiges Instrument zur Umsetzung von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen ist der Abschluss von Vertragsnaturschutzverbereinbarungen. So werden z.B. Feuchtwiesen gepflegt, Hecken angelegt oder der Erhalt und die Neuanlage von Streuobstwiesen gefördert.
Ökologische Landwirtschaft
Im Naturpark hat die ökologische Landwirtschaft eine besondere Bedeutung. Derzeit bewirtschaften elf landwirtschaftliche Betriebe bereits 10,5 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Betriebe und Höfe, die ihre Produktion umstellen wollen, finden in der Naturparkverwaltung dazu die richtigen Ansprechpartner. Der ökologische Landbau gewährleistet eine umwelt- und ressourcenschonende Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Naturpark. Qualitativ hochwertige Nahrungsmittel werden von Verbrauchern verstärkt nachgefragt.
Kooperationen
In Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Norduckermärkische Seenlandschaft und den Landwirten werden Konzepte zur Landschaftspflege erarbeitet und umgesetzt. Die Anlage und Pflege von Hecken, Feldgehölzen, Kopfweiden, sowie Feldrainen und Kleingewässern wirkt sich nicht nur positiv auf das Landschaftsbild aus. In der Kulturlandschaft entsteht so ein Biotopverbundsystem mit neuen Lebensräumen, die zum biologischen Gleichgewicht und zur Erosionsverminderung beitragen.
Regionalvermarktung
Neben der Förderung einer nachhaltige und ressourcenschonenden Landwirtschaft werden im Naturpark regionale Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen aufgebaut. Viele Landwirte betreiben Hofläden, in denen die Besucher der Großschutzgebiete frische regionale Produkte erwerben können. Restaurants und Gasthöfe bieten regionale Spezialitäten an. Ein Beispiel für die Verknüpfung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Belangen im ländlichen Bereich ist das Konzept der Bioland Ranch Zempow.
11.06.2007
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Am Friedensplatz 9, 16775 Stechlin OT Menz, Referat GR 1 Naturpark Stechlin-Ruppiner Land, Gudrun Quietzsch, Tel.: 03 30 82 / 407 - 0, Fax: 03 30 82 / 407-15, E-Mail: NP-Stechlin-Ruppiner-Land@LUGV.Brandenburg.de


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