
Brandenburgs Naturlandschaften - Forstwirtschaft
Brandenburg wäre natürlicherweise eine Waldlandschaft. Im Norden würden Rotbuchenwälder, im Süden und Südosten Traubeneichen-Kiefern-Wälder und in den Niederungen Auen- und Bruchwälder vorherrschen. Durch Waldrodung, Landwirtschaft und Siedlungsbau beschränken sich die brandenburgischen Wälder – wie im gesamten Mitteleuropa – heute auf etwa ein Drittel
ihrer ursprünglichen Fläche. In den Nationalen Naturlandschaften liegt der Waldanteil bei etwa 50 Prozent. Neben wertvollen naturnahen Waldbeständen gibt es jedoch auch hier instabile Altersklassenbeständen und großflächig naturferne Kiefernforsten. Da besonders Rotbuchenwälder auf der Erde ein nur sehr kleines Verbreitungsgebiet haben (West- und westliches Mitteleuropa, Balkan), besteht für die in einigen Gebieten vorhandenen naturnahen Bestände eine besondere globale Verantwortung.
In enger Zusammenarbeit der Forstleute des Landes Brandenburgs mit den Nationalen Naturlandschaften werden naturferne Forste Schritt für Schritt in naturnahe Laub- und Mischwälder umgewandelt - vor allem durch einen Verzicht auf Großschirmschlag- und Kahlschlagwirtschaft und eine Boden schonende und vorratspflegliche Nutzung geschehen. Für den Aufbau von vielschichtigen Mischbeständen spielt die Naturverjüngung heimischer Baumarten eine Rolle.
In nicht mehr bewirtschafteten Wäldern wird die Entwicklung unter Berücksichtigung der sich ändernden Klimaverhältnisse beobachtet.
26.11.2009
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Abteilung Service, Referat S5 - Umweltinformation, Öffentlichkeitsarbeit, Landeslehrstätte Lebus, Frauke Zelt, Tel.: 033 201/ 442 -173, E-Mail: Frauke.Zelt@LUGV.Brandenburg.de


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