
Naturpark Stechlin-Ruppiner Land - Tourismus
Wandern – Zu Fuß auf den Spuren Fontanes
Die Deutsche Tonstraße erleben
Unterwegs auf der Deutschen Alleenstraße
Entlang der Eiszeitroute – Mecklenburgische Seenplatte
Europäischer Fernwanderweg E 10 -
Ruppiner-Land-Rundwanderweg
Stechlinsee-Rundweg
Wummsee-Rundweg
Röblinsee-Rundweg
Huwenowsee – Rundweg
Wentowsee – Rundweg
Wandern ist zu jeder Jahreszeit attraktiv. Im Frühjahr kann der Wanderer die erwachende Natur genießen. Viele Wanderwege führen an den zahlreichen Gewässern entlang die im Sommer zu einem erfrischenden Bad einladen. Der leuchtende Herbstwald lockt mit Pilzen und Beeren. Im Winter ist es eine Schneewanderung mit Glühweineinkehr und abendlicher Sauna. Langstreckenwanderer können das Ruppiner Land auf dem gleinamigen, ca. 250 km langen Rundwanderweg erkunden. Aufgrund der guten ÖPNV-Anbindung sind aber auch Tagesetappen oder Wochenendtouren möglich. Ab Herbst 2006 liegt für den Naturpark Stechlin-Ruppiner Land eine zeiteilige Freizeitkarte (Nord und Süd) vom Landesbetrieb Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg im Maßstab 1:50000 vor.
Die Deutsche Tonstraße erleben
Ton als Werkstoff und als Keramik ist aus dem brandenburgischen Reisegebiet Ruppiner Land nicht wegzudenken. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts prägte er die nördlich von Berlin gelegene Region. Die 215 km lange „Deutsche Tonstraße“ spürt die Zeugnisse jener Epoche auf und lädt Besucher ein, den Spuren von Ton, Kachelöfen und Ziegeleien zu folgen.
Unterwegs auf der Deutschen Alleenstraße
Die Deutsche Alleenstraße ist eine durch ganz Deutschland – von der Ostsee bis zum Bodensee – führende, etwa 2.500 km lange Ferienstraße. Getragen wird das Vorhaben vom ADAC, dem deutschen Tourismusverband und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.
Vom mecklenburgischen Wesenberg kommend durchquert die Straße über Rheinsberg und Neuruppin weiter nach Fehrbellin den Naturpark Stechlin-Ruppiner Land. Alleen genießen als kulturhistorisch wertvolle Landschaftselemente den besonderen Schutz des Brandenburgischen Naturschutzes.
Entlang der Eiszeitroute – Mecklenburgische Seenplatte
Die Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte bietet auf einer Gesamtstrecke von 666 km nicht nur ein einzigartiges Naturerlebnis und Erholung, sondern zugleich eine Reise in die Vergangenheit weit vor unserer Zeit – die Eiszeit. Kaum vorstellbar, dass weite Teile von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg vor 15.000 Jahren von einer gewaltigen und mehrere hundert Meter dicken Eisdecke überzogen waren. Findlinge am Wegesrand, wunderschöne Landschaftsblicke, Hügellandschaften und weitläufige Ebenen, bunte Felder und ruhige Alleenstraßen, interessante Lehrpfade – dies sind nur wenige Schlagwörter, um die Eiszeitroute zu beschreiben.
Weitere Informationen finden Sie unter www.eiszeitroute.com
Europäischer Fernwanderweg E 10 - Ruppiner-Land-Rundwanderweg
Fernwandern durch weitgehend flaches Gelände, abseits spektakulärer Berg- oder Küstenregionen, muss keinesfalls eintönig sein. Der Beweis dafür wird denjenigen sehr schnell erbracht, die das Bundesland Brandenburg auf dem Europäische Fernwanderweg E 10 zu Fuß erkunden. Der Weg durchquert das Land Brandenburg von Norden nach Süden mit einer Gesamtlänge von 429 bzw. 452 Kilometern. Im Ruppiner Land gibt es zwei Wegalternativen des E 10, der in seiner Ostvariante durch den Landkreis Oberhavel und der Westvariante durch den Landkreis Ostprignitz-Ruppin führt. So ergibt sich der 250 Kilometer lange Ruppiner-Land-Rundwanderweg. Der Wanderweg führt durch verschiedene Landschaften entlang von Wäldern, Feldern, Seen, Flüssen, Kanälen, die Luch- und Tonlandschaft sowie sehenswerte Städte und Dörfer.
Strecke
Neuruppin-Boltenmühle-Braunsberg-Rheinsberg-Menz-Neuglobsow-Dagow-Steinförde-Fürstenberg/Havel-Bredereiche-Dannenwalde-Tornow-Zehdenick-Freienhagen-Friedrichsthal-Pinnow-Birkenwerder-Hohen Neuendorf-Hennigsdorf-Schönwalde-Brieselang-Perwenitz-Börnicke-Linum-Hakenberg-Wustrau-Altfriesack-Gnewikow-Wuthenow-Neuruppin.
Weitere Informationen finden Sie unter www.fernwege.de
Karte (blaue Markierung)
Stechlinsee-Rundweg
Start im hübschen Ort Neuglobsow, dann zum Ufer des Stechlinsees und nach rechts, hinauf auf den Fenchelberg (Blick über den See), um die Sonnenbucht herum (Aussichtspunkt, Badestelle), weiter bis zum ersten Verbindungskanal zwischen Nehmitz- und Stechlinsee (dort steht das ehemalige Kernkraftwerk), von hier entweder um die große Halbinsel bis zum Polzowkanal oder durch den Wald um etwa 4 km abkürzen; vorbei am Fischerhaus (Leibniz-Institut für Limnologie und Binnenfischerei) zurück nach Neuglobsow.
Wummsee-Rundweg
Der große Wummsee ist etwa 15-20 m steil in eine Endmoränenlandschaft mit zahlreichen tiefen Toteiskesseln eingesenkt. Er ist maximal 35 m tief und mit einer Oberfläche von 152 ha das größte oberirdische zu- und abflusslose Gewässer und gleichzeitig einer der schönsten Seen des Ruppiner Wald- und Seengebietes. Der etwa 3,75 ha messende Kleine Wummsee befindet sich im Zustand starker Verlandung und wird von breiten Röhrichtgürteln umsäumt. Den Twernsee trennt im Westen ein nur etwa 100 m breiter, 10-20 m hoher Landrücken vom Großen Wummsee. Der recht tiefe See liegt inmitten steil abfallender, waldreicher Ufer.
1967 wurden Großer und Kleiner Wummsee sowie der als Quellsee des Rhins geltende Twernsee zum Naturschutzgebiet erklärt (Größe 450 ha davon 327 ha im Land Brandenburg).
Der 5 Kilometer lange Rundwanderweg startet am Wanderparkplatz Grüne Hütte an der Landstr. von Luhme nach Flecken Zechlin. Vorbei an der einzig möglichen Badestelle am Ostufer umrundet man den Großen Wummsee entgegen dem Uhrzeigersinn. Vom buchenbestandenen Steilufer im Norden erblickt man den Großen und Kleinen Horst, zwei der natürlichen Entwicklung vorbehaltene Inseln. Nach Umrundung des Kleinen Wummsees erreicht man den Maronstein, ein Denkmal für den Königlichen Oberförster Louis Maron (1823-1885) und faszinierender Ausblick über den Großen Wummsee.
Den Weg weiterfolgend erreicht man nach 5 Kilometern den Ausgangspunkt. Wer es gemütlicher mag, dem sei der kurze Rundweg (3 km) um den Kapellensee mit Einkehrmöglichkeit auf halber Strecke im Hotel und Restaurant „Am Birkenhain“ und Badestelle am Ostufer empfohlen.
Röblinsee-Rundweg
Ausgangspunkt dieser 12 km langen Wanderung ist der Bahnhof Fürstenberg/Havel. Vorbei an Strandbad, Festwiese und Campingplatz entlang des Nordufers des Röblinsees erreicht man bald die Steinhavel. Dieser folgend ist der Ortsteil Steinhavelmühle das nächste Ziel. Hier verlässt der Weg den Wald und verläuft bis Steinförde entlang der gering befahrenen Landstraße. Nach wohlverdienter Rast im Gasthaus geht es durch majestätischen Buchenwald am Steilufer hoch über der Steinhavel zurück in Richtung Fürstenberg. Die Röblinseesiedlung, eine historische Villensiedlung am Südufer des Sees versucht an bessere Zeiten anzuknüpfen. Entlang der B 96 über die Schleusenbrücke zum Markt mit Kirche schließt sich am Bahnhof Fürstenberg die Runde.
Huwenowsee – Rundweg (ca. 6 km)
Mit Abschluss der Rekonstruktionsarbeiten durch die Messerschmidt-Stiftung wird das Schloss Meseberg ab 2006 als Gästehaus der Bundesregierung genutzt. Auch wenn das historische Gebäude nicht besichtigt werden kann, so ist doch eine Rundwanderung um den Huwenowsee vor allem im Frühjahr als auch zur Herbstfärbung zu empfehlen. Ausgangspunkt ist der Parkplatz vor dem Schloss. Von dort führt der Weg durch den rekonstruierten Schlossplatz hinunter zur Badestelle am Huwenowsee. Von dort geht es entlang des langgestreckten Rinnensees durch alten Buchenwald bis zum Ende des Sees. Die Brücke über das Fließ querend besteht die Möglichkeit zu einem Abstecher nach Baumgarten. Die Torten im dortigen Gasthof in der alten Dorfschule sind ein Geheimtipp. Zurück am See vorbei an den Resten einer alten Wassermühle folgt man dem Wanderweg entlang am Nordufer zum Ausgangsort Meseberg.
Wentowsee – Rundweg (12 km)
Dannenwalde ist das südliche Eingangstor der Naturparke Stechlin-Ruppiner Land und Uckermärkische Seen. Der Umweltbahnhof Dannenwalde hat in jüngster Vergangenheit Geschichte geschrieben. Dank dem Engagement zahlreicher Umweltaktivisten ist es 1996 gelungen, einen nach der Wende stillgelegten Bahnhof wieder ans Bahnnetz anzuschließen. Der Rundweg folgt vom Bahnhof dem Nordufer des Kleinen Wentowsees. Am Haus an der Polz wird der Polzowkanal, ein ehemals zur Holzflößerei ausgebautes Fließgewässer überquert. Den Polzow-Radweg folgend, geht es am Südufer des Sees zurück nach Seilershof. Kurz hinter dem Bahnübergang erinnert das Luisen-Denkmal an die Überführung der 1810 auf Schloss Hohenzieritz gestorbene Preussische Königin Luise nach Berlin. In Dannenwalde lohnt das Kirchlein am Wege mit achteckigem Grundriss (Oktaeder) einen Besuch.
Weitere Informationen: Wanderungen
26.06.2007
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Am Friedensplatz 9, 16775 Stechlin OT Menz, Referat GR 1 Naturpark Stechlin-Ruppiner Land, Gudrun Quietzsch, Tel.: 03 30 82 / 407 - 0, Fax: 03 30 82 / 407-15, E-Mail: NP-Stechlin-Ruppiner-Land@LUGV.Brandenburg.de


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