
Naturpark Barnim - Regionalentwicklung
Regionalentwicklung
Forstwirtschaft
Landwirtschaft
Die Sage erzählt, dass der aus dem Hause der Askanier (= Aschersleben) stammende Graf Albrecht von Ballenstedt, genannt
"der Bär", hier auf Bärenjagd war. Er verirrte sich im dichten Wald und kam an eine Schänke. Das vorzügliche Bier, die schöne Gegend und nicht zuletzt die Wirtin bewogen ihn – Mitte des 12. Jahrhunderts – zur Gründung Bernaus. Tatsache ist, dass der von Slawen besiedelte und von mehreren Interessenten umkämpfte Barnim, erst Mitte des 13. Jahrhunderts endgültig in askanischen Besitz kam. Da ruhte der
"Stammvater der Mark" – von 1157 bis 1170 erster Brandenburger Markgraf – bereits über 70 Jahre in seiner Gruft im Ballenstedter Schloss.
Der Barnimrand ist uraltes Siedlungsgebiet. Funde des Wandlitzer Museumsgründers Walter Blankenburg aus der Jungstein- und Bronzezeit sind im heimatkundlichen Teil des Agrarmuseums ausgestellt. Während der Völkerwanderung verließen im 4./5. Jahrhundert die meisten – zu dieser Zeit germanischen – Bewohner die Gegend. Anschließend wanderten slawische Stämme ein. Ihre Spuren sind in vielen Orts- und Flurnamen gegenwärtig. Ende des 12. Jahrhunderts begann die deutsche Inbesitznahme. Zu den von den Brandenburger Markgrafen errichteten Burgen gehörte auch die in Biesenthal. Mauerreste sind auf dem Schlossberg erhalten. In Nachbarschaft erhebt sich auf einer Sandinsel in der Finowaue der 4 Meter hohe Reiherberg: ein slawischer Rundwall mit 45 Meter Durchmesser. Der Ortsname Biesenthal stammt von Siedlern aus der Altmark. Der ursprüngliche slawische Name liegt bis heute im Dunkeln.
Aus dem einst dichten, undurchdringlichen Waldgebiet, in dem sich noch Albrecht der Bär verirrte, ist über die Jahrtausende durch menschliche Siedlungstätigkeit die heutige Landschaft entstanden.
13.12.2007
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Abteilung Großschutzgebiete, Regionalentwicklung, Referat GR 1 Naturpark Barnim, Dr. Peter Gärtner, Tel.: 03338/ 75176 -11, Fax: 03338/ 75176 -13, E-Mail: Peter.Gaertner@LUGV.Brandenburg.de


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