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Naturpark Westhavelland - Projekte


Naturschutzgroßprojekt

Gewässerrandstreifenprojekt "Untere Havelniederung zwischen Pritzerbe und Gnevsdorf in den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt" 
(Quelle: Faltblatt und Steckbrief des NABU)

weitere Informationen  Beginn und Dauer 
weitere Informationen  Lage und Größe des Projektgebiets
weitere Informationen  Erläuterungen zur Planung in Phase I
weitere Informationen  Erläuterungen zur Maßnahmenumsetzung in Phase II
weitere Informationen  Kosten und Finanzierung
 

Der NABU wird, zusammen mit dem Bund und den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt, in den kommenden 13 Jahren die Untere Havel naturnah gestalten. Die Untere Havelniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland Mitteleuropas. Sie hat durch Flussausbaumaßnahmen, insbesondere im 20. Jahrhundert, erhebliche ökologische Schäden erlitten. Die Probleme haben sich in den vergangenen 15 Jahren durch ein abnehmendes Wasserangebot im Einzugsgebiet verschärft und dazu geführt, dass viele schützenswerte Arten mittlerweile akut vom Aussterben bedroht sind.

Nun soll die Havel wieder ein lebendiger Fluss werden, ein wertvoller Lebensraum für typische Pflanzen und Tiere einer Flussaue. Dafür sollen Altarme angeschlossen, Uferbefestigungen zurück gebaut, Unterhaltungsbaggerungen vermindert, alte Flutrinnen aktiviert und Fischwanderhilfen errichtet werden. Das Projekt kommt dabei nicht nur dem Natur- und Gewässerschutz zugute, es bietet Chancen für die Entwicklung der ganzen Region. Die Havel bleibt als Wasserstraße für die Fahrgast- und Freizeitschifffahrt befahrbar und die Häfen Rathenow und Havelberg sind weiterhin an das Wasserstraßennetz angebunden. So wird der naturnah wiederhergestellte Flusslauf im Havelland attraktiv für Bewohner und Besucher.

Das NABU-Projektbüro vor Ort erarbeitet, in enger Zusammenarbeit mit Bund, Ländern und Landkreisen, nun die konkreten Maßnahmen für das Vorhaben. Die Renaturierung der Unteren Havel ist das größte Projekt dieser Art in Europa und soll wegweisend für einen neuen und zeitgemäßen Umgang mit unseren Flüssen sein, auch im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Prominente Botschafterin des Projektes ist die Kanusportlerin und achtfache Olympiasiegerin Birgit Fischer.

hochspringen Beginn und Dauer

Das Projekt begann offiziell mit der Zustellung des Zuwendungsbescheids durch das Land Brandenburg, im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz, am 21. Oktober 2005.

Das Projekt hat eine Laufzeit von 13 Jahren. Dabei entfallen 3 Jahre auf die erste Phase (2005 - 2008), in welcher ein Pflege- und Entwicklungsplan erstellt wird. Die Umsetzung der Maßnahmen wird daran anschließen (2009 - 2018).

hochspringen Lage und Größe des Projektgebiets

Das Projektgebiet liegt mit einer Gesamtgröße von ca. 18.700 Hektar im Mündungsgebiet der Havel in die Elbe, ca. 70 Kilometer nordwestlich Berlins, in den Bundesländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Auf Brandenburg entfallen davon 11.100 Hektar, auf Sachsen-Anhalt 7.600 Hektar. Im brandenburgischen liegt das Projektgebiet hauptsächlich im Naturpark Westhavelland, in Sachsen Anhalt im Biosphärenreservat Mittelelbe.

Innerhalb des Projektgebietes liegt das Kerngebiet mit einer Größe von 8.900 Hektar, in dem durch Maßnahmen eine naturnahe Morphodynamik und Wasserstands- Abfluss-Beziehung entwickelt werden soll. Das Kerngebiet umfasst das gesamte Deichvorland der Havel. Etwa 4.500 Hektar davon liegen in Brandenburg, 4.400 Hektar in Sachsen-Anhalt.

hochspringen Erläuterungen zur Planung in Phase I

Das Projektbüro erarbeitet, in Abstimmung mit allen Beteiligten zunächst einen Pflege- und Entwicklungsplan. Diese Arbeit beinhaltet die Aufgabenvergabe an externe Gutachter, Fachaufsicht und Prüfung der Zwischenberichte, Vorbereitung des Flächenerwerbs, Abstimmung mit allen Beteiligten, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Akzeptanzsicherung.

hochspringen Erläuterungen zur Maßnahmenumsetzung in Phase II

Hier erfolgt die Umsetzung der Maßnahmen nach den Vorgaben aus dem Pflege- und Entwicklungsplan. Zu den Maßnahmen gehören der Anschluss von Altarmen, der Rückbau von Uferbefestigung, die Verminderung von Unterhaltungsbaggerungen, die Aktivierung von Flutrinnen sowie der Bau von Fischwanderhilfen.

hochspringen Kosten und Finanzierung

Das geschätzte Gesamtvolumen des Projektes beträgt 25 Millionen Euro. Für die Phase I wurden im Zuwendungsbescheid der öffentlichen Fördermittelgeber Gesamtkosten von rund. 1,75 Millionen Euro bewilligt. Die Beteiligten sind der Bund (BfN) mit 75 Prozent, das Land Brandenburg mit 11 Prozent sowie das Land Sachsen-Anhalt und der NABU mit jeweils 7 Prozent.

Weitere Informationen:

weitere Informationen  Naturschutzbund Deutschland



04.09.2007

Kontakt:
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Referat GR 1 Naturpark Westhavelland, Claudia Hesse, Tel.: 033 872/ 743 -15, Fax: 033 872/ 743 -12, E-Mail: np-westhavelland@lugv.brandenburg.de