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Überwachung von Luftqualität

Emissionen von Luftverunreinigungen

Die Gesamtemissionen resultieren aus den Emittentengruppen

  • genehmigungsbedürftige Anlagen - dies sind Anlagen, die nach der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen bestimmte Leistungs- oder Anlagengrößen erreichen oder überschreiten, vorwiegend Anlagen der Industrie,
  • nicht genehmigungsbedürftige Anlagen - dies sind vor allem Feuerungsanlagen in Haushalten, kleinen Gewerbebetrieben und kommunalen Einrichtungen sowie kleingewerbliche Anlagen wie Tankstellen, Chemischreinigungs- und Textilausrüstungsanlagen, Oberflächenbehandlungsanlagen, Lackierereien, Druckereien, Räucher- und Röstanlagen, Anlagen zur Holzbe- und -verarbeitung und
  • Verkehr.

Emissionen aus Industrieanlagen und Gewerbebetrieben erheblich gesunken

Im Vergleich zu 1996 konnten sowohl mit der abschließenden Umsetzung von Maßnahmen bei Großfeuerungsanlagen, die der Einhaltung strenger Schadstoffgrenzwerte bis Mitte 1996 dienten bzw. deren schrittweise erfolgter Stillegung als auch mit dem abgeschlossenen Altanlagensanierungsprogramm nach der TA Luft die Emissionen noch einmal deutlich verringert werden. Die Inbetriebnahme neuer Industrieanlagen erfolgte mit modernen, umwelt- und energieeffizienten Technologien. Brandenburgs Luftqualität ist dadurch in den vergangenen Jahren deutlich besser geworden. Besonders stark ist der Rückgang bei den Staub- und Schwefeldioxidemissionen. Die Emissionen sanken von 1990 bis 2000 um 99 Prozent bei Staub und um 94 Prozent bei Schwefeldioxid. Damit beträgt die Emission der "klassischen" Luftschadstoffe Staub und Schwefeldioxid nur noch ein Bruchteil der vor 10 Jahren. Bezüglich der erneuerbarer Energien bergen in Brandenburg Windkraft und Biomasse die größten Potentiale. Es ist Ziel, bis zum Jahr 2010 den Anteil erneuerbarer Energien an der Sekundärenergieerzeugung auf 5 Prozent zu erhöhen.

Die Ermittlung der Emissionen sowie die Überprüfung der Funktion, des ordnungsgemäßen Einbaus und die Kalibrierung von kontinuierlich arbeitenden Emissionsmesseinrichtungen obliegt den dafür vom Landesumweltamt bekanntgegebenen Sachverständigen Stellen (Messinstitute). Einen umfassenden Überblick über die bekanntgegebenen sachverständigen Stellen in der Bundesrepublik bietet das Recherchesystem (ReSyMeSa).

Maßnahmen zur Reduzierung von Kfz-bedingten Emissionen

Die Schadstoffrückgänge bei Industrie und Gewerbe wurden bis Mitte der 90er Jahre durch eine starke Zunahme der vom Straßenverkehr ausgehenden Emissionen (Grafiken zu verkehrsbedingten Emissionen) zum Teil wieder zunichte gemacht. Maßnahmen gegen verkehrsbedingte Emissionen wie Feinstaub sind deshalb ein Schwerpunkt der weiteren Umweltschutzstrategie. Hierbei geht es um Gesundheit, Lebensqualität in den Kommunen, globalen Klimaschutz und den Schutz der Wälder.

Verkehrsreduzierungen können durch verkehrsvermeidende Landes- und Regionalplanung, durch Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr und durch Kraftstoffpreise, die auch die externen Kosten berücksichtigen, erreicht werden (Ökosteuer). Das Modellprojekt "Umweltfreundlicher Verkehr" vom Umwelt- und Verkehrsministerium ist ein Beitrag zur Verminderung des Autoverkehrs.

Weitere Informationen:

weitere Informationen  Gesamtemissionen
weitere Informationen  Erneuerbare Energien
weitere Informationen  Sachverständige Stellen zur Ermittlung von Emissionen und Immissionen nach § 26 BImSchG
weitere Informationen  Recherchesystem (ReSyMeSa)
weitere Informationen  Verkehrsbedingte Emissionen
weitere Informationen  Tabellen zu verkehrsbedingten Emissionen
weitere Informationen  Feinstaub


14.07.2009

Kontakt:
Landesumweltamt Brandenburg, Referat T 3 - Gebietsbezogener Immissionsschutz, Lärmschutz, Antje Rumstadt, Tel.: 033 201/ 442 -669, Fax: 033 201/ 442 -398, E-Mail: Antje.Rumstadt@LUA.Brandenburg.de