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Logo und Link zur Kampagne Biologische Vielfalt zur UN-Naturschutzkonferenz 2008 in Bonn (Biodiversität)

Biologische Vielfalt

Die biologische Vielfalt (Biodiversität) verzeichnet weltweit einen dramatischen Rückgang. Der besorgniserregende Verlust an Arten, Ökosystemen und genetischer Vielfalt geht einher mit einer irreparablen Verarmung der Natur. Dies gefährdet letztendlich die Lebensgrundlagen und mindert die Lebensqualität der Menschen.

Zwei Beispiele: Von den einheimischen Tierarten Deutschlands sind 36 Prozent bestandesgefährdet; von in Deutschland vorkommenden Lebensräumen sind 72,5 Prozent gefährdet.

Biologische Vielfalt - Moorschutz in Brandenburg (MLUV-Fotoarchiv) Es beschreibt ein aktuelles Thema,  mit dem sich Bund, Länder, Naturschutzverbände und -Vereine aus konkretem Anlass ausführlich auseinander setzen.

Vom 19. - 30. Mai 2008 war Deutschland Gastgeber der 9. Vertragsstaatenkonferenz (VSK) mit ca. 5.000 Delegierten aus 190 Nationen in Bonn. In diesen zwölf Tagen beriet die Weltgemeinschaft unter deutschem Vorsitz Maßnahmen gegen die anhaltende Naturzerstörung. Ziel war es, den Rückgang der biologischen Vielfalt zu stoppen.

Die Biodiversitäts-Konvention sieht vor, dass jede Vertragspartei (…) nationale Strategien, Pläne und Programme zur Fischotter  (MLUV, Dr. Tilo Geisel) Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der  biologischen Vielfalt entwickelt oder zu diesem Zweck Ihre bestehenden Strategien, Pläne und Programme anpasst.  Deutschland erfüllt mit der umfassenden "Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt" diese Forderung. Ein weiter Schritt des Bundes und der Länder ist die Ausrichtung von 6 Regionalforen

In Europa ist das Schutzgebietssystem Natura 2000 ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Es müssen jedoch noch wesentlich mehr Maßnahmen ergriffen werden, um wie vorgesehen, den Trend bis 2010 aufzuhalten. 

Für Brandenburg und die anderen Bundesländer bedeutet dies eine Herausforderung.

Kranichflug (MLUV, Dr. Tilo Geisel)Brandenburg kann bereits auf zahlreiche Maßnahmen, die den Schutz und den Erhalt der biologischen Vielfalt im Land gewährleisten sollen, verweisen. So wurde ein System von Großschutzgebieten geschaffen und zahlreiche FFH- und Vogelschutzgebiete ausgewiesen. Mehrere Artenschutzprogramme, ein Moorschutzprogramm oder das Projekt zum Schutz der Großtrappen sind weitere Beispiele für solche Aktivitäten. Brandenburg arbeitet derzeit an vielen weiteren Aufgaben (Biodiversität aktuell) wie z. B. der Umsetzung der Nationalen Strategie auf regionaler Ebene.

Dennoch ist auch in Brandenburg die Situation nicht befriedigend. Hauptursachen des Rückgangs sind Veränderungen der Ökosysteme durch Stoffeinträge, eine zunehmende Verinselung von Populationen durch Zerschneidung von Lebensräumen sowie eine zunehmende Inanspruchnahme von Landschaften für Versiedelungen und hochtechnisierte Landnutzungen. Wanderdüne in der Elbtalaue (MUGV, Dr. Tilo Geisel) Deshalb ist eine naturverträgliche Ausrichtung der unterschiedlichen Nutzungen erforderlich. 

Themen zur biologischen Vielfalt

» Naturschutz

» Forstwirtschaft

» Landwirtschaft

» Umwelt- und waldpädagogische Bildung

Weitere Informationen:
weitere Informationen  Biologische Vielfalt (Biodiversität)
weitere Informationen  9. Vertragsstaatenkonferenz (VSK)
weitere Informationen  Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt
weitere Informationen  Regionalforen


30.10.2009

Kontakt:
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Abteilung Naturschutz, Referat 41, Frank Kirchner, Tel.: 0331/ 866 -7555, E-Mail: Frank.Kirchner@MUGV.Brandenburg.de