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Brandenburgs Naturlandschaften - Regionalentwicklung

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Brandenburgs Nationale Naturlandschaften sind Modellregionen für eine nachhaltige und umweltverträgliche Regionalentwicklung. Tourismus, Landnutzung, wirtschaftliche Entwicklung und ökologische Verträglichkeit werden miteinander in Einklang gebracht. Der Naturschutz hilft, das einzigartige Kapital Brandenburgs, dauerhaft zu erhalten. Dies ist Voraussetzung nicht nur für Tourismus und Naherholung, sondern auch für eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft. Vor allem in den Bereichen Tourismus und Landwirtschaft entwickeln sich die Nationalen Naturlandschaften immer mehr zu einem wesentlichen Wirtschaftsfaktor in den meist dünn besiedelten, strukturschwachen Regionen des Landes. 

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Foto: Radfernweg Berlin-Kopenhagen im Naturpark Nuthe-Nieplitz Die Mitarbeiter der Nationalen Naturlandschaften entwickeln ökologisch, ökonomisch und sozialverträgliche Projekte und realisieren sie mit regionalen Partnern. Durch EU-Förderprojekte fließen Gelder in die ländlichen Regionen, die nicht nur dem Naturschutz zugute kommen. Sie geben wirtschaftliche Impulse und schaffen Arbeitsplätze. Im Jahr 2004 beauftragte das Bundesamt für Naturschutz eine Studie über die ökonomischen Effekte von Großschutzgebieten. Der Naturpark Hoher Fläming war eine von drei Modellregionen. Die Berechnungen ergaben, dass die durch den Tourismus erzielten Bruttoumsätze einem Beschäftigungsäquivalent von 211 Personen entsprechen. Der Naturpark Hoher Fläming ist somit in der Region einer der größten Arbeitgeber.

hochspringen Tourismus

Die Kampagne "Lust auf NaTour" und zahlreiche Aktionen der Nationalen Naturlandschaften und Besucherzentren gaben dem ländlichen Tourismus einen neuen Schub. Die positiven Entwicklungen sind unübersehbar und zeigen sich in steigenden Besucherzahlen. Seit dem Start im Jahr 2002 haben sich die Angebote vervielfacht. Der zunehmende Naturtourismus wirkt sich auch auf die landwirtschaftliche Entwicklung aus. Viele Landwirte bieten "Urlaub auf dem Land" an.

hochspringen Landwirtschaft und Regionalvermarktung

Foto: Produkte des Ökologischen Landbaus Der Anteil des ökologischen Landbaus liegt in den Nationalen Naturlandschaften mit rund 16 Prozent weit über dem Landesdurchschnitt Brandenburgs. Im Biosphärenreservat Spreewald, Deutschlands Öko-Anbauregion Nr. 1, werden nahezu drei Viertel der Landwirtschaftsfläche ökologisch bestellt. Zur Förderung und Stärkung regionaler Produkte wurden in den Nationalen Naturlandschaften die Regionalmarken entwickelt. Mit dem "regionalen Herkunftszeichen" können Anbieter von umweltgerechten Produkten und Dienstleistungen aus den Großschutzgebieten für ihre Produkte werben. Ein Beispiel für erfolgreiche nachhaltige Entwicklung und Vermarktung ist das Ökodorf Brodowin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.

Auch der Erhalt genetischer Ressourcen wird in den Nationalen Naturlandschaften Brandenburgs groß geschrieben. Seit 1993 bauen Landwirte und Gärtner in mehreren Gebieten wieder ältere, regionale Zucht- und Landsorten an – vor allem Getreide, Kartoffeln und einige Gemüsesorten. Damit soll dem Trend der modernen Landwirtschaft, mit immer weniger Kulturarten zu arbeiten, entgegengewirkt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten der jeweiligen Nationalen Naturlandschaften.


13.10.2009

Kontakt:
Landesumweltamt Brandenburg, Abteilung Großschutzgebiete, Regionalentwicklung, Abteilungsleiter Dr. Hartmut Kretschmer, Tel.: 03334/ 66 -2724, E-Mail: Abt.GR@LUA.Brandenburg.de