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Tack: Telemedizin eröffnet neue Wege in der Patientenversorgung ( 17.02.2010 )

Potsdam – In der Weiterentwicklung der Telemedizin sieht Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) große Chancen, die medizinische Versorgung im Land Brandenburg zu verbessern und nachhaltig zu sichern. "Vor allem die hausärztliche Betreuung von Patienten in ländlichen Regionen kann durch den Einsatz telemedizinischer Verfahren profitieren", so Tack heute in Potsdam auf der 5. Landeskonferenz Telematik im Gesundheitswesen.

Die Ministerin verwies darauf, dass Brandenburg aufgrund der demographischen Entwicklung und regional großen Unterschiede in der Bevölkerungsdichte vor großen Herausforderungen in der Sicherstellung der medizinischen Versorgung stehe. "Dazu müssen und werden wir auch neue Wege gehen, gemeinsam mit den Partnern im Gesundheitswesen, den Ärzten, Kassen, Versorgungseinrichtungen und Verbänden. Und wir brauchen dazu das Engagement und die innovativen Ideen der Wissenschaft", sagt die Ministerin.

Die "neuen Wege in der brandenburgischen Patientenversorgung", die auch auf der heutigen Konferenz diskutiert werden, seien bereits erkennbar: Die Verbesserung der hausärztlichen Versorgung durch telemedizinische Verfahren und die stärkere Vernetzung der fachärztlichen Kompetenz zwischen den Krankenhäusern im Land Brandenburg mittels Telemedizin würden zum Beispiel die Richtung aufzeigen. Verschiedene regionale Modelle würden dazu bereits an Lösungsmöglichkeiten arbeiten.

"Wir brauchen die Gemeindeschwestern in Brandenburg – vor allem zur Sicherung der medizinischen Versorgung in den dünnbesiedelten Gebieten", stellt die Ministerin in Hinblick auf die aktuellen Diskussionen dar. Ihr Ministerium werde alle Partner an einen Tisch holen, Probleme und Lösungsmöglichkeiten erörtern.

Beispielhaft sei auch das FONTANE-Projekt, das im strukturschwachen ländlichen Raum in Nordbrandenburg mittels Telemedizin dazu beitragen soll, die Betreuungsqualität für Patienten mit Herzkreislauferkrankungen zu verbessern. Auch dass sich dieses Projekt im Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF- "Gesundheitsregionen der Zukunft" gegen mehr als 80 weitere Projekte als Sieger durchsetzen konnte, spreche für sich, lobt die Ministerin. Das FONTANE-Projekt stehe darüber hinaus auch für die Zusammenarbeit in der gesamten Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg. Im Rahmen des Masterplans arbeiten die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam an Synergien bei den Themen Gesundheitstelematik und Telemedizin.

weitere Informationen  Grußwort von Gesundheitsministerin Tack zur 5. Landeskonferenz Telematik im Gesundheitswesen in Potsdam

Kontakt:
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Referat 02 "Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Kooperation", Alrun Kaune-Nüßlein, Tel.: 0331/ 866 -7016, E-Mail: Alrun.Kaune-Nuesslein@MUGV.Brandenburg.de