
Biosphärenreservat Spreewald: Natur und Landschaft
Landschaftsentstehung
- Entstehung durch die Eiszeit
- Urspree
- Nach der Eiszeit
- Die ursprüngliche Spreewaldniederung
- Erste menschliche Einflüsse
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Mächtigen Naturgewalten haben wir die Spreewaldniederung zu verdanken. Die
Gletscher der Eiszeit türmten nördlich des heutigen Oberspreewalds mit der
Lieberoser Endmoräne und den Krausnicker Bergen am Westrand des heutigen
Unterspreewalds gewaltige Moränenzüge auf. Am Ende der letzten Eiszeit vor ca.
10.000 Jahren, trat die Spree nördlich der heutigen Stadt Cottbus in das
Baruther Urstromtal ein, das die Schmelzwasser der Weichsel-Vereisung in
Richtung Westen abführte. In diesem Urstromtal liegt der heutige Oberspreewald.
Als nach dem Rückzug der Gletscher nördlich des alten Eisrands tiefer liegende
Gebiete eisfrei wurden, flossen die Schmelzwasser und später die "Urspree"
nach Norden und bildeten die Niederung des heutigen Unterspreewalds.
Das noch unbeeinflusste Gewässersystem der Spree floss - solange sich nach
dem Ende der Eiszeit noch keine geschlossene Vegetationsdecke gebildet hatte -
in dem gefällearmen Gelände in zahllosen, immer wieder neu entstehenden und
wieder versandenden Armen. Die spätere Bewaldung des Gebietes dürfte durch das
Wurzelgeflecht der Bäume die erodierende Kraft des Wassers so weit gebremst
haben, dass die Hauptwasserläufe in festere Betten gezwungen wurde.
Nach Abtauen des Eises werden die ersten Pioniergehölze - Birken, Weiden und
Kiefern das Bild bestimmt haben. Aber schon bald bot die auf Grund ihres
geringen Gefälles häufig überflutete Niederung gute Lebensbedingungen für
ausgedehnte Erlenwälder. Da das Land im Winter häufig mehrer Monate
überflutet war, vertorfte das abgefallene Laub unter Luftabschluss und bildete
die für den Spreewald typischen Moorböden. Auf höher gelegenen, aber noch
grundwassernahen Standorten bildete sich Eichenwald, die Buche dürfte erst
später in Erscheinung getreten sein.
Die ursprüngliche Spreewaldniederung
Das noch unbeeinflusste Gewässersystem der Spree floss - solange sich nach
dem Ende der Eiszeit noch keine geschlossene Vegetationsdecke gebildet hatte -
in dem gefällearmen Gelände in zahllosen, immer wieder neu entstehenden und
wieder versandenden Armen. Die spätere Bewaldung des Gebietes dürfte durch das
Wurzelgeflecht der Bäume die erodierende Kraft des Wassers so weit gebremst
haben, dass die Hauptwasserläufe in festere Betten gezwungen wurde. Erst der
Einfluss des Menschen, seine umfangreichen Rodungen viele Jahrtausende später
führten dazu, dass es wieder verstärkt zu Abtragungserscheinungen und
Flusslaufveränderungen kam.
Die ersten Menschen der Steinzeit (ab ca. 8.000 v. u. Z.) haben keine heute nachweisbaren Eingriffe in die Natur des Spreewaldes vorgenommen. Größere Rodungen gab es erst in der Jüngeren Bronzezeit (ab ca. 1.400 v. u. Z.). Eine längere Trockenperiode mit stärkerer Austrocknung des Bodens ließ für einige Jahrhunderte einen umfassenderen Ackerbau zu. Kurz vor der Zeitenwende ging die Besiedlung unerklärlicherweise wieder zurück. Die Rodungsflächen bewaldeten sich wieder. Erst die deutsche Kolonisation ab dem 11. Jahrhundert brachte eine intensivere Landnutzung (regional_nutzung) und großflächige Waldrodungen.
26.11.2009
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Referat GR 4 Biosphärenreservat Spreewald, Eugen Nowak, Tel.: 03542/ 8921 -0, Fax: 03542/ 8921 -40, E-Mail: br-spreewald@lugv.brandenburg.de


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