Hinweis: brandenburg.de hat seine Internet-Seiten auf barrierefreien Zugriff optimiert und verwendet deshalb standardisiertes CSS (Stylesheets). Sollte Ihr Browser dieses nicht korrekt anzeigen, unterstützt er nicht die üblichen Webstandards. Weitere Informationen finden Sie hier.
Logo und Link zum Naturpark Dahme-Heideseen

Naturpark Dahme-Heideseen - Natur & Landschaft

Lebensräume

weitere Informationen  Heidelandschaft
weitere Informationen  Wald
Heidedüne (Foto: NP Dahme-Heideseen)weitere Informationen  Wiesen, Salzwiesen
weitere Informationen  Seen
weitere Informationen  Fließgewässer
weitere Informationen  Moore

Der teilweise kleinräumige Wechsel unterschiedlicher Lebensräume hat im Naturpark eine große Vielfalt der Flora und Fauna hervorgebracht. Neben der Mannigfaltigkeit beeindrucken vor allem der großräumige Verbund von Lebensräumen und deren relative Störungsarmut. 

hochspringen Heidelandschaft
Trockene Heideflächen entwickelten sich vor allem fernab größerer Ansiedlungen auf offenen Sandstandorten, durch Rodung und Holzeinschlag entstanden waren. Damit sie nicht so schnell bewalden, findet Beweidung statt. Heidekraut (Calluna vulgaris) kommt immer dann besonders häufig vor, wenn intensiv genutzte Flächen aufgelassen wurden.

In Biotopen karger Talsand- und Dünengebiete finden sich wärmeliebende Tiere und Pflanzen. In den hier wachsenden Kiefern- und dünn gestreuten Laubmischwäldern sowie auf dem Sandtrockenrasen sind unter anderem Schlingnatter, Wolfsschwärmer und Grasnelke heimisch.

hochspringen Waldweg (Foto: NP Dahme-Heideseen)Wald
Ausgedehnte Waldgebiete bedecken mehr als die Hälfte des Naturparks. Meist sind es Kiefern die mit ihren rotbraunen Stämmen, blaugrünen Nadeln und ihrem würzigen Duft das Waldbild bestimmen. Kiefern werden überwiegend zur Holzgewinnung angebaut. 

Die naturnahen Flechten-Kiefernwälder stehen im Naturpark Dahme-Heideseen unter Naturschutz.

Pilze
Die Pilze in den Wäldern des Naturparks sind seltener geworden. In der Roten Liste Brandenburgs werden beispielsweise 107 Großpilzarten als verschollen, 145 als vom Aussterben bedroht und 62 als stark gefährdet aufgeführt. Der Pfifferling kam früher in den Kiefernwäldern in großen Mengen vor. Heute ist er nicht mehr so häufig zu finden. 

Erlenbruchwälder
Fast alle Erlen bevorzugen sickerfeuchten, zeitweise überfluteten, lockeren oder steinigen Boden. Als Pionierart finden Schwarz-Erlen überall in Europa entlang von Bachläufen sowie in Auwäldern oder Brüchen Verbreitung. Ihre Blütezeit ist von März bis April.

Eichenmischwald
Nördlich der Gewässerkette vom Schmölde- und Hölzernen See liegt das Naturschutzgebiet Dubrow (slaw: Eiche), ein überregional bedeutender Schwerpunkt des Kiefern-Traubeneichenwaldes.

Luch bei Storkow (Foto: NP Dahme-Heideseen)hochspringen Wiese und Gründland
In den Niederungen bestimmen Wiesen und Weiden das Bild. Durch kleinräumige und extensive Nutzung sind zahlreiche, für verschiedene Arten wertvolle Feucht- und Frischwiesen entstanden. Die ganze Farbpalette der buntblumigen Wiesenpflanzen ist noch auf einzelnen kleinen Mähwiesen zu bestaunen. 

Die Orchideen sind die umfangreichste Familie des Pflanzenreiches. Für einige Dutzend Arten konnte Dank umfangreicher Naturschutzmaßnahmen im Naturpark Dahme-Heideseen das Vorkommen gesichert werden. 

Eine botanische Kostbarkeit nasser Wiesen ist das Breitblättrige Knabenkraut. Durch Wiesenumbruch sind die Standorte solcher Pflanzen selten geworden. Schutzprogramme und Ausgleichszahlungen an Landwirte geben der Vielfalt stellenweise neue Chancen. EU-Life Projekt Sicherung und Entwicklung der Binnensalzstellen Brandenburgs (Link allgemeiner Projektseite)

hochspringen Salzwiesen
Die Luchgebiete zwischen Kolberg und Storkow weisen geologische und botanische Besonderheiten auf. Hier steigt durch Spalten im Untergrund salzhaltiges Wasser bis an die Erdoberfläche auf. Diesen Standortverhältnissen haben sich einige Arten wie der Strand-Dreizack, die Salzbinse und Salzmilchkraut hervorragend angepasst. 

hochspringen Seen
Mehr als 100 Seen prägen die Landschaft des Naturparks. Unweit der Forstreviere Schwenow und Tschinka liegt der Godnasee, ein Kleinod unter den vielen Seen des Naturparks. Die Seen sind Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten. 

hochspringen Dahme (Foto: NP Dahme-Heideseen)Fließgewässer
Die Dahme ist Namensgeberin des Naturparks. Vom Niederlausitzer Landrücken kommend ist die Dahme bei Briesen noch nicht viel mehr als ein kleines Fließ.

Ab Staakmühle schlängelt sie sich in windungsreichem Lauf bis Märkisch Buchholz. Ab hier wird sie durch den Spree-Umflutkanal zusätzlich gespeist und fließt langsam gen Norden. Von Prieros an reihen sich an ihr mehrere Seen wie an einer Perlenschnur auf. Zwischen seenartigen Erweiterungen und schmalen Flussabschnitten bietet die Dahme eine ungewöhnliche Landschaftsvielfalt.

Die Mäander sind ein bedeutendes Laichgebiet für viele Fischarten. Eisvogel und Fischotter haben hier ihren Lebensraum. 

hochspringen Moore
Der Naturpark ist reich an Mooren. Viele nährstoffarme Kessel- und Verlandungsmoore sind mir ihrer charakteristischen Pflanzenwelt der Torfmoose, Wollgräser und Zwergsträucher in die großen Waldgebiete eingebettet.


05.12.2006

Kontakt:
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Arnold-Breithor-Str. 8, 15754 Heidesee OT Prieros, Referat GR 6 Naturpark Dahme-Heideseen, Monika Jung, Tel.: 033 768/ 969 -0, Fax: 033 768/ 969 -10, E-Mail: Monika.Jung@LUGV.Brandenburg.de