
Naturpark Dahme-Heideseen - Natur & Landschaft
Pflanzen im Naturpark
Frauenhaarmoos
Torfmoospolster
Königskerze
Thymian
Bärlapp
Rotbuchen
Fliegenpilz
Mistel
Pfifferling
Wacholder
Schilf
Sumpffarn
Wasserschlauch
Kuckuckslichtnelke
Mädesüß
Prachtnelke
Frauenhaarmoos
Das Frauenhaarmoos (Polytrichum strictum) ist in Mooren, vor allem in Sphagnum-Polstern weit verbreitet.
Torfmoospolster
Torfmoospolster werden von der Moosbeere (Oxycoccus palustris) umsponnen. Dieser kleine, grazile Zwergstrauch blüht im Mai mit rosafarbenen Blüten. Im Herbst zeigt er sich mit großen roten Beeren. Die Graslilie (Anthericum liliago) blüht im Mai/Juni und ist auf Trockenrasen und in lichten Wäldern zu Hause.

Königskerze
Die Königskerze (Verbascum densiflorum) kommt außer in Nordeuropa in Unkrautfloren, an Wegrändern bis zu einer Höhe von 1800 m vor. Medizinische Anwendung: bei Verletzungen und bei Entzündungen der Lunge. Die Blüten ergeben einen vorzüglichen Tee gegen Brustverschleimung, Husten, Atemnot und Erkältungen liefern. Äußerlich wird die Königskerze bei Verbrennungen, Frostbeulen, Geschwüren und Juckreiz verwendet.
Thymian
Der Thymian (Thymus serpyllum) kommt fast in ganz Europa an sonnigen, meist trockenen Standorten vor. Der Feldthymian wird von alters her in Form von Tee, Extrakten und Kräuterkissen gegen Magen- und Darmbeschwerden, bei Husten und Asthma sowie zum Einreiben bei Rheuma, Quetschungen und Verstauchungen verwendet. Der Absud der blühenden Pflanze soll bei Nervenschwäche und Schlafstörungen Abhilfe schaffen. Die im ätherischen Öl enthaltenen Wirkstoffe sind bei einigen Thymianarten unterschiedlich stark vertreten.

Bärlapp
Bärlapp (Lycopodium annotinum) gehört zur Gruppe der Rippenfarne. Er ist in den Wäldern des Naturparks Dahme-Heideseen nur selten zu finden und steht deshalb unter besonderem Schutz. Birngrün (Orthilia Rafin) ist unweit des Naturlehrpfades am Tornower See zu finden.
Rotbuchen
Rotbuchen (Fagus silvatica) sind in den gemäßigten Klimazonen Europas; auf frischen nährstoffreichen Böden heimisch. Der tiefe Schatten geschlossener Buchenwälder lässt im Sommer nur sehr wenige Pflanzen am Boden gedeihen. Einige Pflanzen, wie etwa das Buschwindröschen, blühen und wachsen in der Zeit vor dem Laubausbruch, deshalb haben Buchenwälder gerade im Frühling einen besonderen Reiz. Vor dem Verzehren der Bucheckern wird jedoch gewarnt, da sie bei Menschen und Tieren schon Vergiftungen hervorgerufen haben.
Fliegenpilz
Der auffällige Fliegenpilz erregte schon seit Jahrtausenden die Aufmerksamkeit der Menschen. In grauer Vorzeit galt er zunächst als „Zaubermittel“ der „Stammes-Schamanen“. Sie verzehrten ihn anlässlich besonderer Riten, um sich in hellseherische Trance zu versetzen. Später war das fleckige Rotkäppchen dann im ganzen nordöstlichen Europa als berauschende Festtagsspeise begehrt. Der Pilz verursacht in der Tat Schwindelgefühle, Taumel, Sinnestäuschungen und lebhafte Traumvorstellungen. Das Gift kann nach Verzehr Bewusstlosigkeit, Atemnot oder gar Atemstillstand verursachen.
Mistel
Außer im hohen Norden kommt die Mistel (Loranthaceae) in ganz Europa vor. Die Mistel gehört einer Pflanzenfamilie an, deren rund 1400 Arten auf Bäumen schmarotzen und zumeist in den tropischen Zonen verbreitet sind. Die bei uns vorkommende Art ist häufig auf Linden, Pappeln und Apfelbäumen anzutreffen, selten auf Eichen; auf Buchen kommt sie überhaupt nicht vor. Auf Tannen und Kiefern gedeihen besondere Unterarten der Mistel. Ihre Verbreitung erfolgt durch Vögel, vor allem durch Wacholderdrosseln und Amseln, welche die unverdauten Samen der weißen Scheinfrüchte auf den Baumästen hinterlassen. Wenn der Same auskeimt, entwickelt er zunächst eine Senkwurzel, die durch die Rinde des Astes dringt. Dieser Senkwurzel entwachsen im nächsten Jahr parallel zur Achse des Astes Rindenwurzeln, die wiederum Senkwurzeln bilden, die bis an das Holz vordringen.
Zu Heilzwecken wird die Mistel bei nervösen Herzstörungen eingesetzt; auch wirkt sie blutdrucksenkend und harntreibend.
Pfifferling
Der Pfifferling kam früher in den Kiefernwäldern in großen Mengen vor. Heute ist er nicht mehr so häufig zu finden. Der beliebte Pilz ist allerdings weniger infolge „Übernutzung“ als durch Grundwasserabsenkung und Eintrag von Emissionen bedroht.
Wacholder
Der Großstrauch Wacholder (Juniperus communis) mit säulenförmiger Krone kommt in lichten Wäldern und sonnigen Magerweiden vor. Er ist oft ein Zeiger für ehemalige Beweidung. Er liebt mäßig trockenen und wechselfeuchten Boden.
Schilfgürtel
Schilfgürtel sind oft die letzten Rückzugsgebiete für seltene Wasservögel wie z.B. die Rohrdommel, sie stehen deshalb unter besonderem Schutz.

Sumpffarn
An den randlichen Arealen von Mooren ist die Nährstoffversorgung oft besser. Dort bildet sich oft ein Randsumpf, zu dessen Pflanzengesellschaften der Sumpffarn
(Thelypteris palustris) gehört.
Wasserschlauch
Zur naturnahen Gesellschaft basenreich-mesotropher Moorstandorte gehören auch die „fleischfressenden“ Wasserschlaucharten: Mittlerer Wasserschlauch
(Utricularia intermedia), Kleiner Wasserschlauch (Utricularia minor) und Gemeiner Wasserschlauch
(Utricularia vulgaris)
Kuckuckslichtnelke
Zum Artenspektrum feuchter Wiesen und Flachmoore gehört die rosafarbene Kuckuckslichtnelke
(Lychnis flos-cuculi). Im Frühling prägen die filigranen Blütenmeere an vielen Orten das Landschaftsbild.

Mädesüß
Mädesüß (Filipendula ulmaria) kommt außer im Mittelmeerraum in ganz Europa vor. Diese stattliche Pflanze findet man häufig in Streuwiesen und Röhrichten, in Hochstaudenfluren, an Ufern und Gräben. Der Name Mädesüß hat nichts mit Mädchen zu tun; er bezieht sich vielmehr auf die Verwendung der Blüten und Sprosse als aromatisierender Zusatz zu Bier, Wein und Met, dem ältesten aus vorgegorenem Honig gewonnenen alkoholischen Getränk. Den Botanikern des Mittelalters war die Art gut bekannt, doch ihre medizinischen Eigenschaften wurden erst während der Renaissance entdeckt. Erst im 19. Jahrhundert wurde ihre Bedeutung in der Heilkunde wieder erkannt.
Prachtnelke
Auf feuchten Wiesen blüht von Juni bis September die rote Prachtnelke (Dianthus
superbus).
05.12.2006
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Arnold-Breithor-Str. 8, 15754 Heidesee OT Prieros, Referat GR 6 Naturpark Dahme-Heideseen, Monika Jung, Tel.: 033 768/ 969 -0, Fax: 033 768/ 969 -10, E-Mail: Monika.Jung@LUGV.Brandenburg.de


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