
Naturpark Niederlausitzer Landrücken - Natur
Natur und Landschaft
Pflanzen
An den Ufern von Gräben oder Teichen sowie auf Schlammflächen kommt der
Pillenfarn vor, der durch Eutrophierung und Entwässerung bedroht ist. Die
Mähnengerste wächst auf vegetationsfreien oder -armen Böden fast
ausschließlich in der Bergbaufolgelandschaft. Die Sukzession gefährdet ihre
Vorkommen, daher sind Nährstoffanreicherungen auf Naturschutzvorrangflächen zu
vermeiden. Davon profitieren auch Sand-Strohblume und Berg-Sandknöpfchen.
Besonderen Schutz bedürfen die letzten Zwischenmoore mit Vorkommen von Gagelstrauch, Glocken-Heide, Mittlerem Sonnentau, Sumpf-Porst und Königs-Rispenfarn. Sie sind gefährdet durch Wasserentzug und Nährstoffanreicherung. Auch Wiesen-Kuhschelle und Weißmiere gedeihen nur bei Nährstoffarmut.
Sommer-Adonisröschen und Kornrade sind charakteristische Begleiter von Ackerkulturen und als solche durch die heutigen Bewirtschaftungsformen bedroht. Die Bestände dieser und weiterer Segetalarten werden durch spezielle Programme (Feldflorareservate, Vertragsnaturschutz) gesichert.
Das Strand-Milchkraut als Bewohner von Binnensalzstellen ist an den Salzgehalt des Grundwassers gebunden. Ein von der EU gefördertes Programm soll die Lebensbedingungen nachhaltig sichern.
Sogar Arten der Felsen haben sich bei uns angesiedelt. Die Mauerraute ist eine bedrohte Farnpflanze, die die Mörtelfugen von Mauerwerk besiedelt. Bei Sanierungen sind die Vorkommen zu schonen.
Das Vorblattlose Vermeinkraut ist nach der FFH-Richtlinie besonders zu schützen. Ein Vorkommen bei Bergen wurde erst nach 2000 entdeckt.
08.02.2007
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Referat GR 6 Naturpark Niederlausitzer Landrücken, Claudia Donat, Tel.: 035 324/ 305 -16, Fax: 035 324/ 305 -20, E-Mail: np-niederlausitzer-landruecken@lugv.brandenburg.de


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