
NLP Unteres Odertal: Natur und Landschaft
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Das untere Odertal zeichnet sich im Gegensatz zu den anderen großen Stromtälern durch eine ungewöhnlich hohe Biodiversität aus. Obwohl die Oder hier eingedeicht wurde, erfolgte die Landnutzung in den Polderflächen überwiegend nur extensiv und blieb dadurch in großen Bereichen naturnah. Die Einlassbauwerke werden zwischen November und April geöffnet und die Polderflächen stehen dann in Abhängigkeit von der Wasserführung der Oder unter Wasser. In unregelmäßigen Abständen kommt es auch zur sommerlichen Flutung der Polderflächen, wie z. B. beim Oderhochwasser 1997.
Die im Westen angrenzenden Hangwälder sind überwiegend naturnahe Laubmischwälder mit einem hohen Anteil an Alt- und Totholz. Im nördlichen und südlichen Teil haben sich im Bereich periglazialer Randzertalungen zahlreiche schluchtartige Erosionsrinnen und steile Trockenhänge gebildet. Ein subkontinentales Geländeklima begünstigt hier die Ansiedlung von Wärme liebenden Pflanzen - und Tierarten.
Mit 40 Säugetierarten, mehr als 160 Brutvogelarten, 19 Amphibien- und Reptilienarten und über 42 Fischarten ist der Nationalpark ein Refugium für Wirbeltiere. Das untere Odertal ist vor allem Brut-, Rast- und Überwinterungsquartier seltener und gefährdeter Vogelarten. Hervorzuheben ist die Vielfalt unterschiedlichster Lebensräume im unteren Odertal.
14.02.2007
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Park 2, 16303 Schwedt (Oder) OT Criewen, Referat GR 2 Nationalpark Unteres Odertal, Hans-Jörg Wilke, Tel.: 033 32 / 26 77 -253, Fax: 033 32 / 26 77 -220, E-Mail: Hans-Joerg.Wilke@LUGV.Brandenburg.de


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