
Naturpark Stechlin-Ruppiner Land
Moorerlebnispfad
Moore gehören seit Urzeiten wohl zu den eigenartigsten ökologischen Systemen der Erde.
Sie nehmen eine vermittelnde Stellung zwischen den Lebensstätten des festen Landes und denen des Wassers ein. Dem Menschen waren und sind sie wenig vertraut, ja sogar unheimlich und Angst einflößend. Ihren schwankenden Boden zu betreten, bedeutet Gefahr und man sagte ihnen lange Zeit nach, dass aus ihnen Krankheit und Tod hervorgehen.
Tatsächlich sind die Übergänge von Leben und Sterben in Mooren fließender als in allen anderen Systemen.
Aber als einer der letzten naturnahen Lebensräume überhaupt in Europa faszinieren sie den Menschen auch immer wieder.
Die Idee zur Gestaltung eines Moorlehr- bzw. Moorerlebnispfades gründet im Wesentlichen auf der Tatsache, dass Moore gefährdete und sehr selten gewordene Ökosysteme sind. Ihre Funktionen im Naturhaushalt rücken erst seit jüngerer Zeit mehr und mehr ins Bewusstsein der Menschen.
Im Verlauf des Pfades werden 5 Stationen mit unterschiedlichen Niedermoorflächen vorgestellt. Der Rundweg - gekennzeichnet mit dem Logo "von Moor zu Moor" soll verschiedene (Störungs-)Zustände von Mooren zeigen und naturschutzfachlich erläutern. Die einzelnen Stationen sollen Aufschluss darüber geben, welche Unterschiede es in der Funktionalität von intakten und entwässerten Mooren gibt, wie sich Moore wieder renaturieren lassen und nicht zuletzt darüber wie Moore überhaupt funktionieren.
Der Rundweg soll mit insgesamt fünf Stationen am Nordufer des „Roofensee“ in Richtung "Teufelsee" verlaufen, unterhalb des
"Teufelsee" in Richtung „Großer Barschsee“ abbiegen und von dort wieder nach Menz führen oder umgekehrt (die Reihenfolge
ist selbst wählbar). Es werden bestehende Wanderwege genutzt.
Der Moorerlebnispfad wurde konzeptionell maßgeblich durch die Fachhochschule Eberswalde erstellt und befindet sich bei Menz. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg, Betriebsteil Templin hat mit Nutzung von EU-Fördermitteln die ersten beiden Stationen des Naturerlebnispfades errichtet. Die Stationen drei bis fünf werden 2008 realisiert.
Weitere Informationen:
5 Stationen
Fachhochschule Eberswalde
Betriebsteil Templin
23.03.2010
Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Am Friedensplatz 9, 16775 Stechlin OT Menz, Referat GR 1 Naturpark Stechlin-Ruppiner Land, Dr. Mario Schrumpf, Tel.: 03 30 82 / 407-11, Fax: 03 30 82 / 407-15, E-Mail: NP-Stechlin-Ruppiner-Land@LUGV.Brandenburg.de


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