Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Brandenburg
Mit der Ankündigung im Anschluss an die Rio-Konferenz (1992), konkrete Maßnahmen
auf nationaler und regionaler Ebene in der Bundesrepublik Deutschland umzusetzen und
mit der Verabschiedung der Agenda 21 hat die Umweltbildung neues Gewicht in der
Bildungs- und Umweltpolitik erhalten. Die Landesregierungen der Bundesländer und somit
auch das Land Brandenburg reagierten mit dem Beschluss der 46. Umweltministerkonferenz
in Lübeck 1996 auf diese Entwicklung. Der Johannisburger Aktionsplan (UN-Konferenz, 2002)
konkretisiert die Zielsetzung und erklärt die Bildung zum unverzichtbaren Instrument zur
Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung.
Erster Runder Tisch BNE zusammengetreten
Am Freitag, den 23. September 2011 hat sich der "Runde Tisch Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ konstituiert. Dieses Gremium soll die weitere Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren der BNE unterstützen und – auch in Kooperation mit dem Beirat für Nachhaltige Entwicklung – als gesellschaftliches Dialogforum für die Umsetzung der BNE in Brandenburg dienen. Dazu gehört es auch, die Umsetzung des Landesaktionsplans BNE (LAP BNE) zu unterstützen, nachzuhalten und den Landesaktionsplan fortzuschreiben.
Der erste Runde Tisch wurde von den Ministerinnen Tack (MUGV) und Dr. Münch (MBJS) eröffnet. Für den Beirat für Nachhaltige Entwicklung hielt danach Frau Prof. Dr. Heike Molitor einen Vortrag zum Thema "Bildung für nachhaltige Entwicklung in Brandenburg aus Sicht des Beirates für nachhaltige Entwicklung". Anschließend tagte der Runde Tisch in vier Arbeitsgruppen:
- Fortsetzung des Prozesses Bildung für nachhaltige Entwicklung in Brandenburg,
- Förderung der Vernetzung von Projekten und Akteuren,
- Kooperation mit Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft und Gewinnung von Partnern und
- Begleitung und Fortschreibung des Landesaktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Die Ergebnisse sind zunächst in einem Fotoprotokoll festgehalten.
Protokoll 1. Runder Tisch BNE
Vortrag Prof. Dr. Heike Molitor
Nationaler Aktionsplan 2011 erschienen
Das Nationalkomitee der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" hat im Auftrag der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. den Nationalen Aktionsplan für Deutschland in einer aktualisierten und überarbeiteten Fassung vorgelegt. Der Nationale Aktionsplan ist das zentrale Referenzdokument für die deutsche Umsetzung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE).
Die für die Jahre 2005 bis 2014 ausgerufene Weltdekade lebt vom Engagement auf nationaler Ebene. Alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen sind aufgefordert, im eigenen Land BNE in ihren Bildungssystemen zu verankern.
Welche Ziele hat Deutschland sich gesetzt? Wie wird die Dekade bei uns umgesetzt? Darüber gibt die Publikation auf 88 Seiten Auskunft. Nach den Ausgaben von 2005 und 2008 handelt es sich dabei um die dritte und letzte Fassung im Rahmen der Dekade 2005-2014.
Kernstück des Nationalen Aktionsplans 2011 sind erneut die vier strategischen Teilziele, die den Akteuren in den verschiedenen Bildungsbereichen als Orientierung dienen und eine gemeinsame Stoßrichtung ermöglichen sollen. Daneben enthält der Aktionsplan auch die Strategie für die zweite Dekade-Hälfte. Einen weiteren Schwerpunkt der Publikation bildet diesmal eine Sammlung der wichtigsten politischen Grundsatzpapiere zur Dekade. Dazu zählen beispielsweise die UN-Resolution von 2002, die den Grundstein für die Dekade gelegt hat, und die beiden Bundestagsbeschlüsse von 2004 und 2009 zu ihrer Durchführung in Deutschland, aber auch die Erklärungen der Deutschen UNESCO-Kommission mit der Kultusministerkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule" (2007) und mit der Hochschulrektorenkonferenz "Hochschulen für nachhaltige Entwicklung" (2010).
Der Katalog mit den offiziellen Maßnahmen der Weltdekade, der bislang ebenfalls im Aktionsplan abgedruckt worden war, findet sich künftig ausschließlich im Internet. Die Kriterien für die Dekade-Maßnahmen des Nationalen Aktionsplans, die einen maßgeblichen Beitrag zur Implementierung von BNE im deutschen Bildungswesen leisten, sind 2011 überarbeitet worden. Derzeit läuft der neue Bewerbungsprozess. Auch alle bisherigen Maßnahmen sind im Interesse der Vergleichbarkeit aufgerufen, sich noch einmal zu bewerben. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bne-portal.de/massnahmen. Ab Anfang 2012 wird dort auch der aktualisierte Maßnahmenkatalog zum Nationalen Aktionsplan zu finden sein.
Der Nationale Aktionsplan 2011 kann unter www.bne-portal.de/nationaler-aktionsplan heruntergeladen oder bestellt werden.
Weitere Informationen:
Beschluss der 46. Umweltministerkonferenz
Antwort
der Landesregierung auf die Kleine Anfrage Nr. 2638 vom 13. November 2008
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Antwort
der Landesregierung auf die Kleine Anfrage Nr. 2642 vom 19. November 2008
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Antwort
der Landesregierung auf die Kleine Anfrage Nr. 352 vom 30. April 2010
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Nachhaltigkeitskonferenz des Beirates für nachhaltige Entwicklung und
Ressourcenschutz vom 30. Juni 2009
Entwurf
Landesaktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung
BNE-Portal: ein Projekt der deutschen Unesco-Kommission
Bonner Erklärung (in englisch)
Bonner Erklärung (in deutsch)
28.09.2011
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Abteilung Naturschutz, Referat 41, Dr. Rolf Caspar, Tel.: 0331 / 866 -7215, E-Mail: Rolf.Caspar@MUGV.Brandenburg.de


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