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Windpark Uckermark (Foto: MUGV-Archiv; Dietmar Horn)

Erneuerbare Energien

Das Land Brandenburg baut die erneuerbaren Energieträger weiter aus

Der von Menschen verursachte globale Treibhauseffekt wird sich auch auf das Land Brandenburg auswirken. Nur eine nachhaltige Klimaschutzpolitik, die sich gleichzeitig an Energieeffizienz, Energieeinsparung orientiert, aber auch auf erneuerbare Energien abzielt, kann zur Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase führen und die natürlichen Ressourcen schonen.

Ein Ziel der Brandenburger Energie- und Klimaschutzpolitik ist der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien. Derzeit werden mit dem bisher erreichten Ausbaustand jährlich ca. 7,9 Mio. Tonnen Kohlendioxid vermieden. Ein weiterer nicht unerheblicher Aspekt beim Ausbau der erneuerbaren Energien ist der Erhalt und der Ausbau von zukunftsorientierten Arbeitsplätzen und regionaler Wertschöpfung im Land.

Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergiebedarf 20 Prozent (Ziel: 120 PJ bzw. 33,3 TWh) betragen. Bereits 2007 wurden im Land ca. 7 TWh Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt, während zeitgleich nur 16,7 TWh in Brandenburg verbraucht wurden.

Spitzenreiter innerhalb der erneuerbaren Energien ist und bleibt in Brandenburg die Windkraftnutzung. Diese soll auf insgesamt 55 PJ bzw. 15,3 TWh ausgebaut werden. Von den rund 20.000 Arbeitsplätzen in der Energiewirtschaft entfallen über 5.750 Arbeitsplätze auf die verschiedenen Betriebe im Bereich der erneuerbare Energien (inkl. Zulieferer u. ä.). Das größte Unternehmen ist Vestas Blades in Lauchhammer mit über 400 Mitarbeitern.

Die Arbeitsplatzentwicklung verläuft insbesondere im Bereich der Windkraftnutzung sehr dynamisch. So wuchs die Zahl der Arbeitsplätze in den letzten fünf Jahren um 23 % auf insgesamt 2.850. Der Umsatzanstieg lag im gleichen Zeitraum sogar bei 47 % und betrug im Jahr 2007 rund 1,15 Mrd. Euro.

Ein weiterer Umweltwachstumsmarkt ist für Brandenburg die Solarindustrie. So wurden beispielsweise rund 41 % aller in Deutschland gefertigten Solarmodule in der Region Berlin-Brandenburg produziert. In der Fertigung von Solarmodulen und -anlagen sind mittlerweile 1.400 Arbeitsplätze entstanden. Hinzu kommen ca. 500 weitere Arbeitsplätze im Bereich Handwerk und Großhandel. Die solare Stromerzeugung soll bis 2020 auf über 10 PJ bzw. 2,75 TWh ausgebaut werden, CO2-freien Strom erzeugen und für regionale Wertschöpfung sorgen.

Brandenburg setzt beim Ausbau der Erneuerbaren Energien auch auf eine umweltverträgliche Biomassenutzung. Der Biomasseaktionsplan ist das richtungweisende Instrument. Mit großen Photovoltaik-Freiflächenanlagen und dem Geothermieprojekt Großschönebeck baut Brandenburg seine hervorragende Position auch in der Entwicklung der Technologien weiter aus.

Die größten Anreize für den Ausbau der erneuerbaren Energien geben das Erneuerbare-Energien-Gesetz und entsprechende Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene. Die im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgeschrieben, degressiven Vergütungssätze schaffen nicht nur langfristige Planungssicherheit für Investitionen in stromerzeugende Anlagen, sondern begünstigen ebenso die Steigerung der Energieeffizienz und die Entwicklung innovativer Technologien in diesen Anlagenbereichen. Ein vergleichbares Instrument für Wärmeerzeugung wurde mit dem Erneuerbaren-Energien-Wärme-Gesetz geschaffen.

Neben den bekannten Instrumenten werden in der Regional- und Landesplanung sowie in der interministeriellen Arbeitsgruppe zur Umsetzung der Energie- und Klimaschutzstrategie Maßnahmen und Initiativen für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien entwickelt.

Begleitet werden die Aktivitäten u. a. durch die "Brandenburgische Energie Initiative - ETI" und die "ZukunftsAgentur Brandenburg - ZAB". Darüber hinaus gibt es auch im Land Initiativen auf lokaler und privater Ebene, die sich engagiert für den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen. Beispielhaft seien der Landkreis Potsdam-Mittelmark und das regionale Netzwerk "Energie Nordost Brandenburg - ENOB" oder "Kompetenzcluster Biogas" genannt. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat sich u. a. auch der Imagekampagne der Deutschen Umwelthilfe "SolarLokal" angeschlossen und setzt sich aktiv als Multiplikator für den Bau von Bürger-Solaranlagen in Kommunen ein.

Weitere Informationen:

weitere Informationen  FAQ Erneuerbare Energien
weitere Informationen  Ausbaustand Erneuerbar Energien
weitere Informationen  Ausbauziel Erneuerbarer Energien
weitere Informationen  Biomasseaktionsplan
weitere Informationen  Biomasseheizkraftwerk
weitere Informationen  Biomassenutzung
weitere Informationen  Vergütungssätze
weitere Informationen  Förderprogramme
weitere Informationen  Brandenburgische Energie Initiative - ETI
weitere Informationen  ZukunftsAgentur Brandenburg - ZAB
weitere Informationen  Netzwerk Energie Nord-Ost Brandenburg - ENOB
weitere Informationen  Deutsche Umwelthilfe "SolarLokal"


25.08.2009

Kontakt:
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Abteilung Umwelt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Referat 53, Dr. Volker Scheps, Tel.: 0331/ 866 -7855, E-Mail: Volker.Scheps@MUGV.Brandenburg.de
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Abteilung Umwelt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Referat 53, Kerstin Ochmann, Tel.: 0331/ 866 -7353, Fax: 0331/ 866 -7241, E-Mail: Kerstin.Ochmann@MUGV.Brandenburg.de