Überwachung von Luftqualität
Emissionen des Straßenverkehrs
Während das Verkehrsaufkommen bis zur Jahrtausendwende anstieg, stagnierte es sowohl im Personenverkehr als auch im Güterverkehr in den Folgejahren. Im Regionalverkehr führten höhere Treibstoffkosten, demografische Veränderungen und zeitweise wirtschaftliche Abschwünge zu teilweise geringerem Verkehrsaufkommen auf Bundes- und Landesstraßen. Dagegen stieg der Fahrleistungsanteil auf dem Autobahnnetz vor allem für den Schwerverkehr stark an.
Die stagnierenden Fahrleistungen, Neuzulassungen verbrauchsärmerer Kfz sowie der steigende Anteil Diesel-Pkw führte zu etwas geringeren Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen. Diese nahmen von 2000 bis 2006 um 8 Prozent ab.
Bei allen betrachteten Schadstoffen waren Minderungen zu verzeichnen. Ursache hierfür war der beschriebene Austausch von Fahrzeugen mit hohem Schadstoffausstoß durch Kfz mit modernen Abgasminderungssystemen. Hier erfolgte auch durch die Einführung der EURO 4 Norm im Jahr 2006 eine Verringerung der Emissionen.
Die Kohlenwasserstoffemissionen (HC) und damit auch die Benzolemissionen gingen von 2000 bis 2006 um die Hälfte und damit von allen berechneten Emissionen am deutlichsten zurück. Ursache war das fast vollständige Verschwinden von 2-Takt-Pkw sowie 4-Takt-Pkw ohne G-Kat. Die Kräder tragen bei einem Fahrleistungsanteil unter 2 Prozent überproportional an diesen Emissionen mit 20 Prozent bei. Der Emissionsanteil des Güterverkehrs trägt mit unter 20 Prozent nur geringfügig an den Kohlenwasserstoffemissionen bei.
Die Stickoxidemissionen waren von 2000 bis 2006 um 30 Prozent rückläufig. Der Güterverkehr ist mit über zwei Drittel Hauptverursacher der NOx-Emissionen. Die NOx-Emissionen bestehen aus NO und NO2. Problematisch für die Einhaltung des NO2-Immissionsgrenzwertes ist, dass der Anteil des direkt aus dem Auspuff ausgestoßenen NO2 mit zunehmendem Einsatz von Oxidationskatalisatoren bei Diesel-Kfz anwächst. Aus diesem Grund ist nicht eine der NOx-Emissionsentwicklung folgende NO2-Immissionsreduzierung im Straßenraum zu erwarten.
Die Partikelemissionen setzen sich aus den direkten verbrennungsbedingten Emissionen und den Partikeln < 10 µm zusammen, die durch Aufwirbelungs- und Abriebprozesse an Kupplung, Bremse, Reifen und Fahrbahn entstehen. Nur der Anteil der Abgasemissionen kann durch motorbezogene Maßnahmen, wie z. B. Partikelfilter beeinflusst werden. Das ist ein Grund für die geringe Abnahme der Partikelemissionen insgesamt von 14 Prozent von 2000 bis 2006. Der Güterverkehr trägt zur Hälfte an den gesamten Partikelemissionen bei.
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14.07.2009
Landesumweltamt Brandenburg, Referat T 2 - Klimaschutz, Umweltbeobachtung u. -toxikologie, Uwe Friedrich, Tel.: 033201 / 442-325, E-Mail: Uwe.Friedrich@LUA.Brandenburg.de






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