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Schon jetzt Kranichschau und Gänsegucken: Naturwacht gibt Beobachtungstipp ( 23.07.2010 )

Fürstlich Drehna – Nach der Brutzeit sammeln sich derzeit im Vogelschutzgebiet Luckauer Becken Kraniche und Gänse in für die Jahreszeit beachtlichen Scharen. Einen guten Überblick über das lebhafte Geschehen hat der Naturfreund von der 15 Meter hohen Plattform des Beobachtungsturmes am Borcheltsbusch südlich von Luckau. Ab dem 1. August steht die Naturwacht Besuchern dabei donnerstags und sonntags zur Seite.

Und der Besuch des Turmes lohnt sich. Schon in nächster Nähe, auf der Auerochsen-Koppel unmittelbar am „Kranichturm“ halten sich oft zahlreiche Vögel auf. Denn im Vogelschutzgebiet Luckauer Becken bietet sich bereits jetzt mitten im Sommer ein Naturschauspiel, welches der Naturbeobachter eher mit dem herbstlichen Vogelzug in Verbindung bringt: Hunderte Kraniche und Gänse bevölkern die abgeernteten Getreideschläge. Lange vor dem Abzug ins Winterquartier sammeln sie sich an günstigen Schlaf- und Nahrungsplätzen. Neben den Graugänsen, die im Naturpark in wachsender Zahl brüten, halten sich gegenwärtig auch Kanadagänse im Borcheltsbusch auf. Hinzu kommt eine Familie der farbenprächtigen Brandgänse, die in diesem Jahr erstmals erfolgreich im Gebiet gebrütet haben. Weiterhin sind regelmäßig Fischadler, seltener auch Schwarzstorch und Seeadler zu sehen. Aktuell versetzt auch ein beringter Kranich die Ornithologen in Aufregung. Die rot-gelben Farbringe sind noch nicht eindeutig identifiziert. Sie deuten aber darauf hin, dass dieser Vogel aus Norwegen oder Schweden stammt. Hinweise hierzu nimmt die Naturparkverwaltung entgegen.

Zur Unterstützung bei den Vogelbeobachtungen steht die Naturwacht ab dem 1. August Interessierten jeweils am Donnerst und am Sonntag ab 18.30 Uhr zur Seite. Die Fachleute betreuen die Besucher bei ihren Beobachtungen vom „Kranichturm“ an der Straße Goßmar – Freesdorf. Es sollte möglichst ein Fernglas mitgebracht werden. Es geht aber auch ohne eigene Optik, denn die Ranger der Naturwacht stellen ein Fernrohr zum Beobachten bereit. Wer bis zum Einbruch der Dunkelheit bleiben möchte, sollte eine Taschenlampe dabei haben.

Die Naturparkverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass bei den sehr scheuen Vögeln ein Anpirschen zwecklos ist. Ein Verlassen der Straßen sollte daher unterbleiben, Feldwege dürfen nicht mit PKW befahren werden. Beobachtungen lohnen nur aus dem Auto heraus oder eben am besten vom Beobachtungsturm.

Hinweise zur Anfahrt:

Mit der Bahn: Nächster Bahnhof Luckau – Uckro, leider 10 km entfernt.

Mit dem Auto: A 13 aus Richtung Berlin. Abfahrt Duben benutzen und auf der B 87 bis zum Abzweig B 96 westlich von Luckau. Dann Abzweig Goßmar benutzen. In Goßmar Abzweig Freesdorf und dann immer geradeaus bis zum „Kranichturm“.

A 13 aus Richtung Dresden. Abfahrt Calau benutzen und weiter auf der Landesstraße in Richtung Luckau. In Garrenchen links abbiegen, bis Görlsdorf fahren, dort rechts abbiegen und vor Frankendorf links abbiegen. Diese Straße immer geradeaus an Freesdorf vorbei in Richtung Goßmar fahren. Kurz hinter der Brücke der Berste befinden sich der Parkplatz und gleich daneben der „Kranichturm“.

Kontakt:
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Referat 02 "Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Kooperation", Alrun Kaune-Nüßlein, Tel.: 0331/ 866 -7016, E-Mail: Alrun.Kaune-Nuesslein@MUGV.Brandenburg.de