
Erste Moor-Sanierung durch INTERREG-Projekt im Barnim ( 05.01.2012 )
Bernau bei Berlin – Mit der Renaturierung des Rabenluchs bei Biesenthal und der ökologischen Sanierung des Krummen Fenns bei Lanke kann das im vergangenen Jahr gestartete deutsch-polnische INTERREG-Projekt im Naturpark Barnim bereits die ersten abgeschlossenen Maßnahme vorweisen. Bis 2014 werden rund 200 Hektar Moore in deutschen und polnischen Einzugsgebieten der Oder saniert und gleichzeitig naturtouristisch erschlossen. Zudem sollen vier Fließgewässer wieder ökologisch durchgängig werden. Träger des Projektes ist der Förderverein des Naturparks Barnim.
Die Arbeiten im Rabenluch haben die weitere Entwässerung des rund 6 Hektar großen Kesselmoores gestoppt. Dazu wurden die Abflussgräben in den Randbereichen mit Lehmplomben und weitere 570 Meter Gräben im Moor mit rund 200 Kubikmeter zersetztem Torf verschlossen.
Für die ökologische Sanierung des Krummen Fenns bei Lanke ist ein 125 Meter langer Graben zwischen dem rund 3 Hektar großen Moor und dem benachbarten See Krumme Lanke wieder instandgesetzt worden, so dass Wasser aus dem See in das rund 45 cm tiefer gelegene Moor strömt. Gleichzeitig wurde die Sohle des Abflussgrabens in Richtung Hellsee erhöht. Dort kann überschüssiges Wasser aus dem Gebiet abfließen, wenn Fenn und Lanke das gleiche Wasserniveau erreicht haben. Ziel ist es, die angrenzenden Grundwasserstände deutlich anzuheben und damit den Wasserrückhalt innerhalb des Gebietes zu optimieren.
Das INTERREG-Projekt im Naturpark Barnim dient insbesondere der nachhaltigen Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts mit steigenden Grundwasserständen. Langfristig stärkt das erhöhte Wasserspeichervermögen der renaturierten Moore auch das Wasserrückhaltevermögen im Hochwasserfall. Darüber hinaus werden in grenzübergreifender Zusammenarbeit die touristische Infrastruktur und Naturerlebnisangebote für Bewohner, Besucher und Schüler der am Projekt beteiligten Großschutzgebiete, des Naturparks Barnim und des Drawienski Nationalpark in Polen, ausgebaut.
Das vom Förderverein des Naturparks gemeinsam mit der Stadt Biesenthal und dem polnischen Nationalpark auf den Weg gebrachte grenzüberschreitende Vorhaben fördert der Europäische Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) mit rund 3 Millionen Euro zu 85 Prozent. Die notwendigen Eigenmittel steuert der Naturschutzfonds Brandenburg bei.
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Referat 02 "Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Kooperation", Alrun Kaune-Nüßlein, Tel.: 0331/ 866 -7016, E-Mail: Alrun.Kaune-Nuesslein@MUGV.Brandenburg.de


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