Tack übergibt 3,5 Millionen Euro Fördermittel für Wasserwerk Spitzmühle ( 15.06.2012 )
Potsdam/Strausberg – "Wir haben uns hier in Deutschland daran gewöhnt, dass jederzeit und an jedem Ort gutes Trinkwasser aus dem Wasserhahn sprudelt. Wir können es bedenkenlos zum Kochen und zum Trinken nutzen. Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser verursacht werden, spielen in Deutschland praktisch keine Rolle mehr", so Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) heute anlässlich der Grundsteinlegung des neuen Wasserwerkes Spitzmühle in Strausberg. Sie übergab dem Wasserverband Strausberg-Erkner einen Fördermittelbescheid in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Der Neubau wird aus Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 6,4 Millionen Euro.
Der Wasserverband Strausberg-Erkner ist mit einem Versorgungsgebiet von rund 160.000 Einwohnern der größte Zweckverband im Land Brandenburg. Von den vier Wasserwerken im Verbandsgebiet wurden die Wasserwerke Strausberg, Erkner und Eggersdorf in den Jahren 2005 bis 2009 saniert. Das Umweltministerium hatte die Sanierung dieser drei Wasserwerke mit 2,2 Millionen Euro gefördert.
Der Neubau des Wasserwerkes Spitzmühle wird rund 50.000 Einwohner versorgen und soll das alte Wasserwerk Bötzsee ersetzen. Das einst als Provisorium errichtete Wasserwerk ist nach rund 40 Jahren Nutzung stark verschlissen. Die vorhandenen Brunnen werden jedoch weiter genutzt. Die Trinkwasserschutzzone des Wasserwerkes bedarf jedoch einer Aktualisierung. Die notwendigen Untersuchungen dafür sind abgeschlossen.
"Als Umweltministerin werde ich mich für den nachhaltigen Schutz des Grundwassers, wie auch für eine Ausweisung der erforderlichen Schutzzonen einsetzen. Aktuell wird durch unser Ministerium die Festsetzung eines neuen Wasserschutzgebietes für die Wasserfassung Spitzmühle-Ost vorbereitet", sagte Tack. Bis 11. Juli 2012 können betroffene Bürgerinnen und Bürger in den Verwaltungen der Städte Strausberg und Altlandsberg Einsicht in die Unterlagen nehmen und eine Stellungnahme abgeben.
Zahlen und Fakten
Der Wasserverband Strausberg-Erkner besitzt 4 Wasserwerke (Bötzsee, Strausberg, Erkner und Eggersdorf) und ca. 70 Brunnen sowie 4 Druckerhöhungsstationen (Gielsdorf, Wilkendorf, Hönow, Rüdersdorf).
Der Anschlussgrad an das öffentliche Trinkwassernetz im Verbandsgebiet liegt derzeit bei fast 100 Prozent.
Der Verband erhebt gemäß seiner Wasserversorgungssatzung vom 19. Oktober 2005 für die Wasserversorgung privatrechtliche Entgelte. Demnach erhebt der Verband einen Wasserpreis in Höhe von 0,97 EUR/m3 (Netto). Unter Einbeziehung des Grundpreises von 94,90 EUR/Jahr (Netto) ergibt sich ein durchschnittlicher Kubikmeter-Preis von rd. 2,05 EUR Netto. Auch für die nächsten Jahre ist eine Beibehaltung dieses Preises vorgesehen.
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Referat 02 "Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Kooperation", Alrun Kaune-Nüßlein, Tel.: 0331/ 866 -7016, E-Mail: Alrun.Kaune-Nuesslein@MUGV.Brandenburg.de


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