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Deponie Schöneiche - Foto: MLUV-Archiv, Harald Hirsch

Tack: Entsorgte Hausmüllmenge sinkt auch 2008 ( 26.11.2009 )

Potsdam – Auch im Jahr 2008 sank nach Information von Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack die Menge des gesammelten Hausmülls weiter - nunmehr auf 138 Kilogramm pro Einwohner: „Damit sind die Kommunen des Landes erneut ihrer Verantwortung für eine stabile und zuverlässige Entsorgung der Siedlungs- und Gewerbeabfälle gerecht geworden.“ Auch die Gebührenbelastung ist im Vergleich zum Jahr zuvor leicht gesunken und betrug 48 Euro pro Person. Diese Abfalldaten dokumentiert die neue Landesabfallbilanz 2008.

2008 wurden durch die Landkreise, kreisfreien Städte und Abfallzweckverbände im Rahmen der kommunalen Abfallentsorgung 1,54 Mio. Tonnen Haushalts- und Gewerbeabfälle entsorgt. Das ist in etwa dieselbe Menge wie im Vorjahr. Dabei verringerte sich die Menge der entsorgten Siedlungsabfälle, während sich die Menge der angenommenen Bau- und Abbruchabfälle erhöhte.

Das Hausmüllaufkommen sank gegenüber 2007 um zwei Kilogramm auf nunmehr 138 Kilogramm je Einwohner. Vor zehn Jahren hatte die eingesammelte Hausmüllmenge noch 184 Kilogramm pro Einwohner betragen.

Die Einwohner aus den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Ostprignitz-Ruppin sowie aus dem Gebiet des Abfallentsorgungsverbands „Schwarze Elster“ produzierten mit 100 beziehungsweise 103 Kilogramm den wenigsten Hausmüll. Mit 174 Kilogramm sammelte jeder Brandenburger im Vergleich zum Hausmüll 30 Prozent mehr an Wertsoffen wie Papier, Glas, Kunststoffe, Metalle und Bioabfälle. Dabei hat das getrennt erfasste Altpapier mit 74 Kilogramm den höchsten Anteil.

Ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr war bei der Überlassung von gewerblichem Sperrmüll um 60 Prozent und von hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen um 11 Prozent an die Kommunen zu verzeichnen. Hauptgrund dafür ist, dass gewerbliche Abfallerzeuger ihre Abfälle zunehmend in eigener Verantwortung verwerten. Durch die seit 2005 geltenden strengen Anforderungen an die Deponierung und die damit verbundenen höheren Aufwendungen für die in diesem Zusammenhang notwendige Abfallvorbehandlung besteht ein höherer Anreiz für die Verwertung der Abfälle.

534.000 Tonnen, also ein Drittel der von den Kommunen insgesamt angenommenen Abfälle, ließ sich weder unmittelbar verwerten, noch direkt auf einer Deponie ablagern und musste deshalb einer Abfallbehandlung unterzogen werden. Durch die Behandlung war es möglich, 237.000 Tonnen abgetrennter heizwertreicher Bestandteile in modernen Ersatzbrennstoffkraftwerken oder Zementfabriken energetisch zu verwerten. Letztlich mussten nur noch 115.000 Tonnen der behandelten Restabfälle deponiert werden, 30.000 Tonnen weniger als 2007.

Insgesamt wurden im Jahr 2008 jedoch 753.000 Tonnen Abfälle deponiert, 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Bei den ohne Vorbehandlung abgelagerten Abfällen handelt es sich um mineralische Abfälle, vorrangig um Bau- und Abbruchabfälle. Zu Beginn des Jahres 2009 standen im Land Brandenburg auf 7 Deponien noch 7,7 Mio. Kubikmeter an freiem Deponievolumen zur Verfügung, so dass die Entsorgungssicherheit für die kommenden Jahre gesichert ist.

Die Kommunen konnten den Bürgern eine erzielte Kostensenkung von insgesamt 8 Mio. Euro weiterreichen, wodurch die Gebührenbelastung im Vergleich zum Vorjahr um einen Euro sank. Damit entrichtete jeder Brandenburger 2008 durchschnittlich eine Gebühr von 48 Euro und musste demzufolge für eine geordnete Abfallentsorgung täglich lediglich 13 Cent bezahlen.

Weitere Informationen:
weitere Informationen  Abfallbilanz 2008

Kontakt:
Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz, Referat 02 "Pressesprecher und Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Kooperation", Dr. Jens-Uwe Schade, Tel.: 0331/ 866 -8006,