
Augen- und Ohrenschmaus: Rastvögel in den Naturlandschaften an Oder und Elbe ( 01.02.2012 )
Criewen/Rühstädt – Wer sich dieser Tage im Nationalpark Unteres Odertal oder Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg zu einem Deichspaziergang aufmacht, sieht und hört ein einzigartiges Naturschauspiel.
Über 1.000 Singschwäne, tausende Saat- und Bläßgänse, rund 1.000 Graugänse sowie zahlreiche Schellenten und Gänsesäger haben sich in diesen Wochen den Oder-Nationalpark zum Quartier gewählt. Eindrucksvoll erleben kann man die Wintergäste zum Beispiel am kommenden Wochenende bei den 6. Singschwantagen in Criewen.
Im Gebiet des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe sind zurzeit über 20.000 Wasservögel zu Gast, darunter über 10.000 Saat- und Blässgänse, mehr als 2000 Singschwäne und fast 150 Zwergschwäne. Waren zum Jahreswechsel aufgrund der milden Witterung nur wenige hundert Singschwäne anwesend, gab es durch den Kälteeinbruch starken Zuzug aus östlicher gelegenen Rastgebieten, wie Markierungen der Vögel aufzeigen.
Die Ende vergangener Woche an der Elbe ebenfalls bereits gesichteten 460 Weißwangengänse, tausende Blässgänse und über 3500 Pfeifenten waren dagegen eigentlich bereits auf Frühling eingestellt und aus Überwinterungsgebieten in den Niederlanden an die Elbe zurückgekehrt. Insbesondere in Westeuropa überwinternde Vögel reagieren oft sehr rasch auf milde Witterung und ziehen dann schon vorfristig in Richtung ihrer Brutgebiete zurück. Ob sie ausharren werden, wenn die klirrende Kälte anhält, ist schwer einzuschätzen. Mehrere hundert Kraniche, die sich bereits an der Elbe eingefunden hatten, haben sich aufgrund der stark gefallenen Temperaturen in den letzten Tagen wieder auf den Weg in wärmere Gegenden aufgemacht und sind Richtung West und Südwest abgezogen.
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Referat 02 "Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Kooperation", Alrun Kaune-Nüßlein, Tel.: 0331/ 866 -7016, E-Mail: Alrun.Kaune-Nuesslein@MUGV.Brandenburg.de


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